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Pferd: Nachgeburtsverhaltung

Weitere Bezeichnung: Retentio secundinarum

Von einer Nachgeburtsverhaltung beim Pferd spricht man, wenn die Eihäute und die Plazenta (Nachgeburt) nicht innerhalb von spätestens 3 Stunden nach der Geburt komplett abgegangen sind. Wenn die Eihäute länger in der Gebärmutter verbleiben, bilden sich bei der Zersetzung Giftstoffe, die in den Blutkreislauf übergehen. Bereits nach 12 Stunden kann eine Geburtsrehe oder ein toxischer Schock entstehen. Daher muss sofort ein Tierarzt gerufen werden, der versucht, die Eihäute vorsichtig abzulösen. Dazu wird die Gebärmutter abgetastet und ggf. mehrfach mit einer warmen Lösung gespült. Auch Medikamente können gegeben werden, um die Gebärmutter zur Kontraktion anzuregen. Meistens erhält die Stute ein Antibiotikum direkt in die Gebärmutterhöhle hinein und ggf. auch systemisch. Die Stute muss in den nächsten Tagen sehr sorgfältig überwacht werden, es sollte beispielsweise morgens und abends Fieber gemessen werden. Nachgeburtsverhaltung entsteht häufig nach Schwergeburten, bei alten Stuten, Zwillingsträchtigkeiten und bei Verletzungen der Gebärmutter.

Abb. GQDIL7PS
Abb. GQDIL7PS: Nachgeburt.
So sieht eine vollständige Nachgeburt aus.

Stand: 18.10.2012, © Copyright by www.enpevet.de
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