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Pferd: Hengstzahn

Allgemeines

Weitere Bezeichnungen: Hakenzahn, Caninus

Der Hakenzahn, der in der Fachsprache Caninus genannt wird, folgt im Pferdemaul seitlich auf die Schneidezähne und ist mit unserem Eckzahn oder dem Fangzahn des Hundes vergleichbar. Da der Hakenzahn eigentlich nur beim männlichen Pferd richtig ausgebildet ist, wird er auch als Hengstzahn bezeichnet. Bei Stuten kommt er nur selten und dann auch meistens nur als unscheinbares Zähnchen vor.

Bei einigen Pferden stört der Hengstzahn das aufgetrenste Pferd beim Kauen auf dem Gebiss und führt daher zu Rittigkeitsproblemen. Dies kann auch der Fall sein, wenn der Hengstzahn gar nicht durch das Zahnfleisch durchgebrochen ist, sondern seine Anlage nur durch das intakte Zahnfleisch hindurch fühlbar ist.

Abb. GX1NQ79T
Abb. GX1NQ79T: Hengstzähne.
Der Hengstzahn im Unterkiefer weist einen dicken Belag aus Zahnstein auf. Dieser Zahn ist besonders häufig von Zahnsteinbildung betroffen

Wenn der Hengstzahn zu Problemen führt, wird er entweder gekürzt oder er wird unter Vollnarkose herausoperiert. Dabei muss er in der Regel von seiner Wurzel her herausgemeißelt werden, da ein reines Ziehen des Zahnes selten gelingt.

Der Hengstzahn kann auch von einer Erkrankung der Schneidezähne mitbetroffen sein, die EOTRH heißt. Diese schmerzhafte Erkrankung führt zu einer schweren Entzündung des Zahnfleisches, Zementzubildungen und Zahnsteinbildung und wird im Kapitel Zahnerkrankungen näher erklärt.

Abb. GR4O817C
Abb. GR4O817C: EOTRH.
Die Schneidezähne und der Hengstzahnn den man gerade noch so sehen kann, weisen dicke Zementzubildungen sowie Zahnstein auf. Das Zahnfleisch ist geschwollen und gerötet.

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Stand: 18.10.2012, © Copyright by www.enpevet.de
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