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Pferd: Bestandsbuch

Allgemeines

Alle Halter von Tieren, die der Gewinnung von Lebensmitteln dienen, müssen alle Anwendungen von apotheken- und verschreibungspflichtigen Arzneimitteln unverzüglich in einem Bestandsbuch dokumentieren.

Unter diese Verpflichtung fallen auch Pferdehalter, deren Pferde als „zur Schlachtung bestimmt“ im Equidenpass gekennzeichnet sind (oder die dort bislang noch nicht gekennzeichnet wurden oder noch keinen Equidenpass besitzen). Pferdehalter ist nicht zwangsläufig der Eigentümer des Pferdes, sondern kann z.B. auch der Pensionsstallbesitzer sein, also die Person, die die Verfügungsgewalt über das Pferd hat.

Das verbindliche Führen des Bestandsbuchs ist eine Maßnahme zum Verbraucherschutz. So soll sichergestellt werden, dass Behandlungen mit Arzneimitteln nachvollzogen und bestimmten Tieren zugeordnet werden können. Dadurch soll das Auftreten von Arzneimittelrückständen im Fleisch geschlachteter Tiere verhindert werden.

In einem Bestandsbuch müssen bei jeder Arzneimittelanwendung (auch der durch den Tierarzt) von apotheken- oder verschreibungspflichtigen Medikamenten folgende Angaben gemacht werden:

  • Anzahl, Art und Identität der behandelten Tiere
  • Standort der Tiere zum Zeitpunkt der Behandlung/während der Wartezeit
  • Arzneimittelbezeichnung und Nummer des tierärztlichen Arzneimittel-Anwendungs- und -Abgabebelegs
  • Datum der Anwendung(en)/verabreichte Menge
  • Wartezeit in Tagen
  • Name der anwendenden Person

Die Angaben müssen 5 Jahre aufbewahrt werden. Sie müssen bei einer Kontrolle durch das Veterinäramt vorgezeigt werden, können aber durchaus in elektronischer Form getätigt werden. Dann muss ein monatlicher Ausdruck angefertigt werden.

Stand: 18.10.2012, © Copyright by www.enpevet.de
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