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Kaninchen: Gesäugeentzündung

Allgemeines

Weitere Bezeichnungen: Mastitis, Entzündung der Milchdrüse

Ursachen

Entzündungen der Milchleiste (Mastitiden) treten vereinzelt bei säugenden Häsinnen auf. Es können entweder das gesamte Gesäuge oder auch nur einzelne Gesäugekomplexe betroffen sein. Ursächlich sind Bakterien an der Entzündung beteiligt, die durch die Zitzen oder kleine Verletzungen in das Milchdrüsengewebe eindringen. Sehr selten kommt es auch als Folge einer Scheinträchtigkeit zu einer Entzündung des Gesäuges.

Leitsymptom

  • Schwellung der Milchleiste
  • hungrige Jungtiere

Symptome

Entzündungen der Milchdrüse werden meist erst durch hungrige Jungtiere entdeckt. Dies fällt entweder bei der morgendlichen Überprüfung des Nests (siehe Jungtieraufzucht) oder durch die Unruhe – und später Mattigkeit – bereits herumlaufender Jungtiere auf. Die gesamte Milchdrüse oder auch nur einzelne Zitzen sind dann sehr schmerzhaft, gerötet und warm. Bei hochgradigen, akuten Entzündungen ist das Allgemeinbefinden betroffener Häsinnen meist deutlich getrübt.

Diagnose

Die Diagnose ist durch das typische klinische Bild einfach zu stellen.

Behandlung

Betroffene Häsinnen müssen schnellstmöglich antibiotisch versorgt werden. Vorher kann etwas Milch ausmassiert werden, um daraus im Labor den genauen Erreger zu bestimmen. Bis diese Erregerbestimmung erfolgt ist und ein geeignetes Antibiotikum bestimmt wurde, sollte aber bereits ein so genanntes Breitspektrum-Antibiotikum verabreicht werden, das gegen die meisten bakteriellen Erreger wirkt. Nach Erstellung eines Antibiogramms kann dann unter Umständen ein Wechsel des Antibiotikums notwendig sein. Bei bereits getrübtem Allgemeinbefinden können zusätzliche Gaben von Schmerzmittel und Infusionen notwendig werden. Die Jungtiere müssen – insbesondere wenn das gesamte Gesäuge entzündet ist – von der Häsin getrennt und mit der Hand aufgezogen werden.

Prognose

Nur bei rechtzeitiger Behandlung ist die Prognose für die Häsin und ihre Jungen gut.

Vorbeugung

Scharfe oder vorstehende Kanten am Eingang der Wurfkiste können kleine Gesäugeverletzungen herbeiführen, durch die Bakterien in die Milchdrüse eindringen können. Zusätzlich sollte durch gute Hygieneverhältnisse im Stall der Keimdruck vermindert werden.

Stand: 13.10.2012, © Copyright by www.enpevet.de
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