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Kaninchen: Gebärmuttertumoren

Allgemeines

Weitere Bezeichnungen: Uterustumoren, Tumoren der Gebärmutter

Tumoren der Gebärmutter gehören zu den häufigsten Tumoren der weiblichen Kaninchen: Bei etwa 60 bis 80% der Häsinnen treten ab dem 4. Lebensjahr Gebärmuttertumoren auf. Fast immer handelt es sich dabei um ein so genanntes Adenokarzinom, eine bösartige Entartung des Drüsengewebes der Gebärmutter.

Ursachen

Die Ursache für die Entstehung der Tumoren ist ungeklärt.

Leitsymptom

  • Scheidenausfluss

Symptome

Auffälligstes Symptom eines Gebärmuttertumors ist blutiger Scheidenausfluss. Das Blut aus der Gebärmutter kann sich jedoch auch in der Scheide sammeln und dann nur gemeinsam mit Urin abgesetzt werden. Dies kann fälschlicherweise den Eindruck erwecken, das Kaninchen leide an einer Erkrankung der Harnwege (Blasensteine, Harnwegsinfektion). Die Tumoren in der Gebärmutter können sehr groß werden. Diese raumfordernden Prozesse in der Bauchhöhle führen zu deutlich geringerer Futteraufnahme, die Tiere magern ab. Einige Kaninchen weisen auch ein verändertes Verhalten auf und werden beispielsweise plötzlich sehr aggressiv.

Diagnose

Die Umfangsvermehrungen in der Gebärmutter können vom Tierarzt häufig bereits durch die Bauchdecke getastet werden. Mit Hilfe von Ultraschalluntersuchungen ist es dann möglich, die Vergrößerung einzuordnen und beispielweise eine Gebärmuttervereiterung oder eine Trächtigkeit auszuschließen. Zusätzlich empfiehlt sich die Anfertigung von Röntgenaufnahmen der Lunge, da Gebärmuttertumoren im fortgeschrittenen Krankheitsverlauf zur Metastasierung, also Streuung von Tumorzellen, in die Lunge neigen.

Behandlung

Bei vorliegenden Uterustumoren müssen die Gebärmutter und die Eierstöcke chirurgisch entfernt werden. Dieser Eingriff, in der Fachsprache Ovariohysterektomie genannt, entspricht dem Operationsverlauf einer Kastration. Weitere Informationen zu Operation und Nachsorge finden Sie daher unter diesem Eintrag. Liegen bereits Metastasen in der Lunge vor, sollte von einer Behandlung abgesehen werden, da die Prognose sehr schlecht ist. Es sollte eine Einschläferung in Erwägung gezogen werden.

Prognose

Solange noch keine Metastasen in der Lunge vorliegen, ist die Prognose von Gebärmuttertumoren gut.

Vorbeugung

Uterustumore treten bei etwa 60 – 80% der Häsinnen ab dem 4. Lebensjahr auf. Eine frühzeitige Kastration der weiblichen Tiere kann die Erkrankung verhindern.

Stand: 13.10.2012, © Copyright by www.enpevet.de
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