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Hund: Giardiasis

Allgemeines

Weitere Bezeichnungen: Lambliasis, Giardose, Giardiose

Ursachen

Giardiasis wird durch den mikroskopisch kleinen Darmparasiten Giardia lamblia bzw. Giardia duodenalis hervorgerufen. Giardien können im Darm von allen Säugetieren vorkommen. Die etwa 0,01x0,02mm großen Parasiten werden mit verunreinigtem Trinkwasser (auch Pfützen!) oder Futter aufgenommen. Giardien sind weltweit verbreitet, benötigen aber eine durchschnittliche Temperatur von 18°C um länger außerhalb des Darms zu überleben. Die Ansteckungsgefahr ist daher besonders im südlichen Europa hoch.

Giardien besiedeln vor allem den Dünndarm, führen dort zu Entzündungen und verhindern die Aufnahme von Nährstoffen. Infizierte Hunde scheiden die Parasiten über den Kot aus und führen so zu ihrer Verbreitung.

Ansteckung

Giardiasis ist ein Zoonose, d.h. die Parasiten können auch zu Erkrankungen bei Menschen führen. Die Infektion erfolgt meist über Schmierinfektionen, Trinkwasser, mit Fäkalien gedüngte Nahrungsmittel oder dem Ablecken anderer Hunde.

Leitsymptom

  • Durchfall

Symptome

Giardien verursachen typischerweise chronische oder wiederkehrende Durchfälle. Diese sind häufig schleimig, übelriechend und fetthaltig. Auch Erbrechen kann beobachtet werden. Die Hunde magern ab und Jungtiere kümmern. Die Ausprägung der Symptome schwankt je nach Virulenz des Erregers und Abwehrsystem des Hundes. Insbesondere Junghunde im Zwinger erkranken häufig schwer. Gerade bei älteren Hunden kann eine Infektion mit Giardien jedoch auch völlig symptomlos verlaufen. Diese Tiere scheiden die Parasiten allerdings trotzdem aus und verseuchen dadurch die Umgebung.

Diagnose

Die Diagnose von Giardiasis wird durch Kotuntersuchungen gestellt. Bei einer sehr frischen Kotprobe können die Giardien teilweise direkt unter einem Mikroskop sichtbar sein, in den meisten Fällen wird die Kotprobe allerdings zur Untersuchung in ein Labor geschickt, in dem verschieden Untersuchungsverfahren angewendet werden können. Da Giardien nicht bei jedem Kotabsatz ausgeschieden werden, sind meist wiederholte Untersuchungen notwendig.

Behandlung

Giardien können mit verschiedenen Antiparasitika, die immer über mehrere Tage verabreicht werden müssen, erfolgreich behandelt werden. Wichtig ist, dass andere im Haushalt lebende Hunde und Katzen ebenfalls behandelt werden, auch wenn diese keine Symptome zeigen. Nur so kann verhindert werden, dass die Tiere sich untereinander sofort erneut anstecken.

Vorbeugung

Giardien werden von infizierten Hunden mit dem Kot ausgeschieden. Ein hygienischer Umgang mit Hundekot ist daher eine wichtige Maßnahme, um Infektionen vorzubeugen. Kot sollte – insbesondere in der Stadt – immer sofort entfernt werden. Zwinger müssen täglich von Kot befreit und regelmäßig mit einem Dampfstrahl oder geeigneten Desinfektionsmittel gereinigt und getrocknet werden. Grundsätzlich sollten Hunde von Spielplätzen und Sandkisten ferngehalten werden. Und: Vor dem Essen Hände waschen!

Stand: 15.01.2013, © Copyright by www.enpevet.de
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