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Hund: Haarlinge

Allgemeines

Weitere Bezeichnungen: Mallophaga, Trichodectes canis

Ursachen

Haarlinge sind etwa 2mm große Parasiten, die auf der Hautoberfäche von Hunden leben und zu den Ektoparasiten gehören. Sie kleben ihre Eier an den Haarschaft. Nach etwa einer Woche schlüpfen aus den Eiern Larven, die sich dann über drei Häutungen innerhalb von wenigen Wochen zu erwachsenen, geschlechtsreifen Haarlingen entwickeln. Innerhalb kurzer Zeit ist so ein Massenbefall mit Haarlingen möglich.

Im Darm von Haarlingen können Larven des so genannten Gurkenkernbandwurms enthalten sein, die beim "Knabbern" vom Hund aufgenommen werden können. Weitere Informationen zu Erkrankungen durch Bandwürmer unter Wurmbefall.

Ansteckung

Haarlinge werden bei engem Kontakt von Hund zu Hund übertragen. Auch über den Schlafplatz oder gemeinsam benutzte Bürsten können Haarlinge gelegentlich übertragen werden.

Leitsymptom

  • Juckreiz
  • Hautveränderung

Symptome

Haarlinge saugen kein Blut, sondern ernähren sich hauptsächlich von abgestorbenen Hautschuppen. Dabei wandern sie viel auf dem Hund herum und verursachen einen starken Juckreiz. Erst durch das daraufhin folgende Kratzen und Knabbern der Hunde kommt es dann zu entzündlichen Hautveränderungen, so genannten Sekundärinfektionen. Hunde mit Haarlings-Befall sind durch den Juckreiz außerdem sehr unruhig.

Diagnose

Haarlinge sind im Fell meist gut sichtbar und können häufig bereits mit wenigen Blicken diagnostiziert werden. Bei Hunden mit heller Fellfarbe sollten diese auf einem dunklen Untergrund mit einem Flohkamm ausgekämmt werden: Die gelblichen Haarlinge sind auf der dunklen Unterlage dann deutlich sichtbar.

Abb. G6AQOTVZ
Abb. G6AQOTVZ: Haarling im Fell eines Hundes.
Abb. G6AQR6JZ
Abb. G6AQR6JZ: Mikroskopisches Bild eines Haarlings.

Behandlung

Die Behandlung von Haarlingen stellt im Allgemeinen kein Problem dar. Handelsübliche Präparate wie Sprays, Spot-on-Präparate oder auch Shampoos sind gut wirksam. Liegeplatz, Umgebung und Bürsten sollten ebenfalls gereinigt werden, um eine Neuinfektion zu verhindern.

Vorbeugung

Die meisten zur Vorbeugung gegen Flöhe und Zecken eingesetzten Präparate wirken auch gegen die deutlich seltener beobachteten Haarlinge.

Stand: 16.01.2013, © Copyright by www.enpevet.de
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