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Hund: Fütterung

Allgemeines

Weitere Bezeichnung: Ernährung

Hunde sind Fleisch- UND Allesfresser

In groben Zügen sollte man sich bei der Ernährung eines Hundes an seinen Vorfahren orientieren: den Wölfen. Diese ernähren sich von Beutetieren, Beeren, Obst und Kräutern. Der Mageninhalt der Beutetiere wird ebenfalls gefressen, also werden dort zusätzlich Pflanzen aufgenommen. Die Verdauung von Hunden ist also darauf ausgelegt, in gewissem Rahmen auch pflanzliche Nährstoffe zu verwerten. Im Gegensatz dazu handelt es sich bei Katzen um reine Fleischfresser. Das Muskelfleisch der Beutetiere liefert wichtiges Eiweiß (Protein). Neben Eiweiß müssen jedoch auch noch Kohlenhydrate, Fette, Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine in ausreichender Menge aufgenommen werden. Auch Ballaststoffe werden benötigt.

Abb. G5S26DYD
Abb. G5S26DYD: Typische Zusammensetzung eines Beutetieres von Wölfen.

Der Verdauungsvorgang

Die Verdauung der Nahrung beginnt bereits in der Maulhöhle mit der Zerkleinerung durch die Zähne und der Durchmischung des Speisebreis mit Speichel. Nach dem Schlucken gelangt die Nahrung in den Magen. Dort befinden sich verschiedene Drüsen, die Schleim, Salzsäure und Verdauungsenzyme produzieren. Die Salzsäure tötet in der Nahrung vorhandene Keime ab und aktiviert gleichzeitig die Verdauungsenzyme. Der Schleim schützt die empfindliche Magenwand vor diesen Enzymen und der Salzsäure. Dem Magen schließt sich der Dünndarm an, der aus den Anteilen Zwölffingerdarm, Leerdarm und Hüftdarm besteht. Gleich zu Beginn des Zwölffingerdarms gelangen die Verdauungsenzyme der Galle, die Gallenflüssigkeit, und der Bauchspeicheldrüse in den Darm. Diese Enzyme können Fette, Kohlenhydrate und Eiweiße der Nahrung in kleinere Bausteine zerlegen, damit diese dann über die Darmschleimhaut in den Blutkreislauf aufgenommen werden können. Dem Dünndarm schließt sich der Dickdarm mit seinen Anteilen Blinddarm, Grimmdarm und Mastdarm an. In diesem Darmabschnitt werden dem Nahrungsbrei weitere Nährstoffe, hauptsächlich jedoch Wasser entzogen. Der Kot wird dadurch eingedickt und zu Ballen geformt.

Abb. GL9B0PE2
Abb. GL9B0PE2: Schematische Darstellung des Magen-Darm-Trakts eines Hundes.

Futterbestandteile/Nährstoffe

Grundsätzlich bestehen Nahrungsmittel aus folgenden Inhaltsstoffen:

Eiweiße (Proteine) müssen ständig mit dem Futter zugeführt werden, da sie der wichtigste Baustein des Körpers sind und – im Gegensatz zu Fetten und Kohlenhydraten – nicht gespeichert werden können. Nahrungseiweiße werden im Darm in Aminosäuren zerlegt und durch die Darmwand ins Blut aufgenommen. Eiweiße in Tierfutter können sowohl tierischer Herkunft (Fleisch und Fisch sowie deren Nebenerzeugnisse wie Mehle und Innereien) als auch pflanzlicher Herkunft (meist Soja oder Mais) sein.

Kohlenhydrate, zu denen auch die verschiedenen Zuckerarten gehören, sind die Energiespender in der Nahrung. In der Natur enthalten die üblichen Beutetiere der Vorfahren der Hunde zwar nur einen geringen Anteil an Kohlenhydraten, in der Haustierfütterung werden sie jedoch in erhöhter Menge eingesetzt, um das Sättigkeitsgefühl der Tiere schnell zu erreichen. Zu den Kohlenhydraten zählen auch die so genannten Ballaststoffe (Rohfasern). Diese werden nicht oder kaum verdaut, sondern aktivieren die Verdauungstätigkeit. Ein Mangel an Ballaststoffen führt beispielsweise zu Verstopfung.

Fette sind eine starke Energiequelle und versorgen den Hund mit lebensnotwendigen Fettsäuren.

Mineralstoffe (Kalzium, Phosphor, Kalium, Natrium), Spurenelemente (Eisen, Kupfer, Kobalt, Zink, Magnesium) und Vitamine sind weitere lebenswichtige Inhaltsstoffe, die über eine vielseitige, abwechslungsreiche Fütterung ausreichend zugeführt werden müssen.

Neben diesen Futterbestandteilen werden kommerziell erhältlichen Futtermitteln häufig noch Zusatzstoffe zugefügt:

  • Technologische Zusatzstoffe: Zu diesen Stoffen zählen beispielsweise Konservierungsmittel (verhindern das Wachstum von Schimmelpilzen), Antioxidantien (verhindern das "Ranzig werden") oder Geliermittel (verfestigen die Nahrung).
  • Sensorische Zusatzstoffe: Natürliche Karotinoide oder synthetische Farbstoffen machen das Futter optisch attraktiver und der Geschmack und Geruch wird durch Kräuter wie Anis, Vanillin u.v.a. beeinflusst.
  • Probiotika: Als Probiotika bezeichnet man bestimmte Bakterien, die sich positiv auf die Darmflora auswirken sollen und dadurch das Abwehrsystem und die Gesundheit fördern. Diese dem Futter zugesetzten Bakterien, insbesondere Lactobazillen und Bifidobakterien, werden nicht von den Verdauungssäften des Magens abgetötet, sondern gelangen unverdaut bis in den Dickdarm und entfalten dort ihre positive Wirkung.
  • Prebiotika/Präbiotika: Bekannteste Vertreter dieser Stoffe sind Inulin und Oligosaccharide (FOS). Diese Kohlenhydrate gelangen ebenfalls unverdaut in den Dickdarm und beschleunigen dort das Wachstum der so genannten probiotischen Bakterien. Vereinfacht gesagt, könnte man sie als die Nahrung von Lactobazillen und Bifidobakterien bezeichnen. Daneben scheinen sie u.a. durch eine Senkung des Cholesterinspiegels noch weitere gesundheitsfördernde Wirkungen zu besitzen.

Mögliche Formen der Fütterung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten einen Hund bedarfsgerecht zu ernähren – jede Fütterungsform hat Vor- und Nachteile. Entscheidend ist hauptsächlich, dass die Futtermittel in der richtigen Menge und der richtigen Zusammensetzung gefüttert werden und der Hund dadurch langfristig mit allen Nährstoffen ausreichend versorgt wird.

Fertigfutter

Dem Hundebesitzer steht eine Vielzahl verschiedener Fertigfuttermittel zur Verfügung. Diese werden grundsätzlich in Alleinfuttermittel, Einzelfuttermittel und Ergänzungsfuttermittel unterschieden.

Alleinfuttermittel können sowohl Trockenalleinfuttermittel als auch Feuchtalleinfuttermittel (Nassfutter, Dosenfutter) sein. Bei diesen Futtermitteln ist bei Fütterung der richtigen Futtermenge die tägliche Deckung aller Nährstoffe im richtigen Verhältnis gewährleistet. Ebenfalls zu Fertigfutter gehören so genannte Einzelfuttermittel. Diese bestehen meist ausschließlich aus Fleisch, also Eiweiß, und werden dann durch so genannte Ergänzungsfuttermittel (z.B. Flocken) mit Kohlenhydraten, Fetten, Vitaminen usw. angereichert.

Vorteile bei der Fütterung von Alleinfuttermitteln
  • gleichbleibende Zusammensetzung des Futters
  • täglich ausgewogenes Verhältnis von Nährstoffen
Nachteile bei der Fütterung von Alleinfuttermitteln
  • Herkunft und Qualität der Futterbestandteile sind unbekannt
  • Erhitzung führt zur Veränderung der Futterstruktur und entspricht dadurch nicht der natürlichen Ernährung eines Hundes
  • möglicherweise sind Zusatzstoffe enthalten

Selbstgekochtes/Frischfutter

Die Möglichkeiten, frisches Futter für einen Hund zuzubereiten, sind nahezu unbegrenzt. Verschiedene Futtermittel werden dafür unterschiedlich kombiniert, wobei – wie immer – langfristig ein ausgewogenes Verhältnis der Nährstoffe erzielt werden muss. Es empfiehlt sich deswegen, die hausgemachte Ration regelmäßig von einem Tierarzt überprüfen zu lassen. Zu beachten ist auch, dass einige Futtermittel nur gekocht (z.B. Kartoffeln), andere nur roh (Hühnerknochen) gefüttert werden sollten.

Vorteile von hausgemachten Futterrationen
  • das Futter ist jederzeit frisch
  • die Qualität und die Herkunft der einzelnen Futterbestandteile kann bewusst gewählt werden
  • bedarfsgerechte Zusammenstellung des Futters bei bestimmten Erkrankungen (z.B. Futtermittelallergie, Harnsteine, Herzinsuffizienz)
Nachteile von hausgemachten Futterrationen
  • ohne ausreichende Sachkenntnis kommt es häufig zu unausgewogenen Futterrationen: Es besteht die Gefahr eines Mangels, eines Überschusses oder eines Ungleichgewichts von Nährstoffen
  • hoher Zeitaufwand

Rohfütterung (BARFEN, Bone and Raw Food, biologisch artgerechte Rohfütterung)

Unter Rohfütterung versteht man eigentlich die Fütterung von ganzen Beutetieren in unbehandeltem Zustand. Da dies praktisch meist nicht realisierbar ist, wird die Nahrung aus verschiedenen rohen Bestandteilen zusammengestellt. Diese Zusammenstellung der Einzelbestandteile wird von den Befürwortern des Barfens sehr unterschiedlich gehandhabt. Einige Barfer füttern ihren Tieren nur Fleisch und Knochen, da diese auf den ersten Blick der natürlichen Mahlzeit eines Wolfes am ehesten zu entsprechen scheinen. Auf den zweiten Blick besteht das komplette Beutetier eines Wolfes jedoch nicht nur aus Fleisch, also Eiweiß, sondern auch aus dem gefüllten Magen-Darm-Trakt, aus Blut usw., die eine Vielzahl weiterer, lebensnotwendiger Nährstoffe wie Mineralien, Vitamine und Spurenelemente enthalten. Neben Fleisch und Knochen müssen daher auch Getreide, Obst, Kräuter, Fette, Vitamine usw. gefüttert werden, um den Hund langfristig ausreichend mit allen Nährstoffen zu versorgen. Der Wolf frisst in der Natur auch Kot, Erde, Kräuter und Obst, dazu hat ein Hund heutzutage nicht unbedingt Gelegenheit.

Vorteile einer Rohfütterung
  • die Herkunft und die Qualität der einzelnen Futterbestandteile kann bewusst gewählt werden
  • Kaubedürfnis des Hundes wird gestillt
  • Zahnpflege
  • bedarfsgerechte Zusammenstellung des Futters bei bestimmten Erkrankungen (z.B. Futtermittelallergie)
Nachteile einer Rohfütterung
  • ohne ausreichende Sachkenntnis kommt es häufig zu unausgewogenen Futterrationen: Es besteht die Gefahr eines Mangels, eines Überschusses oder eines Ungleichgewichts von Nährstoffen, die Krankheiten zur Folge haben können
  • Übertragung von Krankheitserregern und damit die Gefahr von Zoonosen steigt, insbesondere bei der Fütterung von rohem Schweinefleisch
  • Knochenfütterung kann zu Verletzungen der Zähne oder des Magen-Darm-Trakts führen
  • Verstopfungen durch Knochenkot
  • hoher Zeitaufwand

Vegetarische Ernährung

Eine rein vegetarische Fütterung von erwachsenen Hunden ist grundsätzlich möglich, jedoch nicht einfach. Es kann sehr leicht zu Nährstoffmängeln kommen, deshalb sollte die Zusammenstellung des fleischlosen Futters von einem erfahrenen Tierarzt begleitet werden. Bei fleischloser Hundeernährung besteht das Futter hauptsächlich aus Kohlenhydraten und Fetten. Die gefütterten Kohlenhydrate müssen eine hohe Verdaulichkeit aufweisen, also schnell und gut im Darm aufgenommen werden können. Dies ist notwendig, weil das Verdauungssystem des Hundes hauptsächlich für die Verdauung von Fleisch aufgebaut ist, nur in einem kleinen Darmabschnitt können Kohlenhydrate überhaupt aufgenommen werden. Im Vergleich dazu ist der Magen-Darm-Trakt eines reinen Pflanzenfressers wie Rind oder Kaninchen ganz anders aufgebaut: Diese haben mahlende Zähne, einen wesentlich längeren Darm und sogar extra Vormägen, die auf die Zerkleinerung pflanzlicher Nahrung spezialisiert sind. Fette können von Hunden gut verdaut werden, sie werden als Geschmacksträger meist auch gerne gefressen. Problematisch ist dagegen meist die Eiweißversorgung. Pflanzliche Eiweiße wie Sojaschrot werden von vielen Hunden abgelehnt oder nur bei sehr großem Hunger akzeptiert. Daher leiden viele fleischlos ernährte Hunde an einer (meist sehr lange unbemerkten) Unterversorgung mit Eiweiß. Neben Kohlenhydraten, Fetten und Eiweiß müssen zusätzlich Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente in einem ausgewogenen Verhältnis zugeführt werden. Erwachsene Hunde tolerieren eine Unter- oder Übervorsorgung von Nährstoffen meist gut und unbemerkt. Langfristig können jedoch Organschäden entstehen, die die Lebenserwartung des Tieres senken.

Von einer rein vegetarischen Ernährung von tragenden Hündinnen, Welpen und noch wachsenden Hunde ist grundsätzlich abzuraten: Untersuchungen zufolge treten selbst bei sorgfältiger Rationsberechnung Störungen in der Entwicklung der Knochen auf und die Tiere bleiben kleinwüchsig.

Vorteile einer vegetarischer Ernährung
  • ethischen oder religiösen Beweggründen der Besitzer wird Rechnung getragen
  • Klima- und Umweltschutz durch Verzicht auf Fleisch
Nachteile einer vegetarischer Ernährung
  • eine rein vegetarische Ernährung entspricht nicht dem natürlichen Fressverhalten des Hundes
  • der Verdauungstrakt des Hundes ist nicht auf die alleinige Verdauung von Pflanzen ausgelegt
  • die Rationsberechnung ist dementsprechend schwer und muss unbedingt von Fachleuten durchgeführt werden

Futtermenge

Die Futtermenge richtet sich nach dem Energiebedarf des Hundes und dem Energiegehalt des Futters. Der Energiebedarf eines Hundes hängt stark von seiner Rasse, dem Geschlecht, vom Alter und vielen anderen Faktoren ab. Zusätzlich ist die Aktivität des Hundes entscheidend für seinen Energiebedarf: Sportlich beanspruchte Hunde benötigen weitaus mehr Energie als in der Wohnung gehaltene Tiere, die nur wenig Auslauf haben. Auch der Energiegehalt von Futtermitteln ist sehr unterschiedlich, er hängt insbesondere stark vom Wassergehalt eines Futters ab. Dieser ist beispielsweise bei Feuchtfutter deutlich höher als bei Trockenfutter. Bei Fertigfuttermitteln ist der Energiegehalt – gesetzlichen Bestimmungen folgend – auf der Verpackung angeben. Ebenfalls auf Fertigfuttermitteln angegeben ist meist eine Empfehlung über die zu fütternde Menge. Diese Angaben können im Einzelfall zutreffend sein, entscheidend für die richtige Menge des Futters ist jedoch das Gewicht des Hundes. Die Futtermenge eines Hundes ist richtig dosiert, wenn das Idealgewicht gehalten wird, also keine Unter- oder Überschreitungen stattfinden. Die Rippen eines normalgewichtigen Hundes sind nicht sichtbar, beim leichten Streichen mit der Hand jedoch deutlich fühlbar. Dies bedeutet, dass zwischen Rippen und Haut keine übermäßige Einlagerung von Fettzellen erfolgt ist. Auch das folgende Diagramm kann helfen, das Gewicht des eigenen Hundes richtig einzuschätzen. Im Zweifelsfall kann ein Tierarzt bei der Ermittlung des Idealgewichtes helfen. Auch sollte jeder Hund regelmäßig gewogen werden, um das Gewicht im Auge zu behalten.

Abb. G5ATU6HH
Abb. G5ATU6HH: Schematische Darstellung von Untergewicht, Normalgewicht und Übergewicht

Fütterungszeiten

Junge Hunde sollten 3 – 5-mal täglich gefüttert werden, ab dem 9. Lebensmonat reicht eine ein- bis zweimalige Fütterung aus. Insbesondere bei großwüchsigen Hunderassen wird eine zweimal tägliche Fütterung empfohlen, um einem Magendrehungskomplex vorzubeugen. Aber auch bei anderen Krankheiten wie Übergewicht, Herzinsuffizienz u.v.a. kann mehrmalige Fütterung sinnvoll sein. Einige Hunde vertragen ihr Futter auch einfach besser, wenn sie mehrmals täglich kleinere Mengen fressen können. Nach Möglichkeit sollte das Futter immer zur gleichen Uhrzeit gegeben werden.

Sonderfälle

In manchen Lebensphasen oder bei manchen Krankheiten muss besonders sorgfältig auf die Fütterung geachtet werden. Diese Sonderfälle werden hier nur in den Grundzügen erläutert, im Einzelfall sollte immer ein genauer Futterplan mit einem Experten erstellt werden.

Der wachsende Hund

Während des Wachstums sind besonders die Energiedichte und der Gehalt an Mineralstoffen, insbesondere Phosphor und Kalzium, im Futter von entscheidender Bedeutung. Hinsichtlich der Energiedichte bewährt sich die alte Züchterregel, dass Hunde möglichst langsam und mager groß werden sollten. Eine hohe Energiedichte im Futter führt nämlich zu schnellem Wachstum und zu einer schnellen Gewichtszunahme. Die Knochen können mit diesem Wachstum jedoch nicht mithalten und es können schwere orthopädische Störungen wie beispielsweise OCD, ED und HD entstehen. Neueren wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge ist eine Überversorgung mit Eiweiß – entgegen der noch immer landläufigen Meinung – nicht für diese häufig auftretenden Skeletterkrankungen verantwortlich.

Der Junghund sollte sein endgültiges Normalgewicht etwa mit Vollendung des 1. Lebensjahres erreicht haben, bei großwüchsigen Rassen mit etwa 1,5 Jahren. Während dieser Zeit muss die Fütterung mehrmals dem Wachstum angepasst werden.

Die tragende und säugende Hündin

In der ersten Hälfte der Trächtigkeit kann die Hündin im Allgemeinen normal weiter gefüttert werden. Ab der 5. Trächtigkeitswoche muss der Energie- und Nährstoffbedarf jedoch gesteigert werden, da nun die Welpen in höherem Maße „mitgefüttert“ werden. Bei normaler Wurfgröße sollte etwa 50% mehr gefüttert werden. Insbesondere der Kalzium-Gehalt in der Nahrung muss genau angepasst werden. Übergewichtige Hündinnen leiden weitaus häufiger an Geburtsschwierigkeiten, daher sollte Übergewicht vermieden werden.

Nach der Geburt steigt der Energiebedarf der Hündin durch die Milchbildung an. Der Energiebedarf beträgt dann je nach Wurfgröße das 2 – 4-fache des so genannten Erhaltungsbedarfes, also dem, was die Hündin normalerweise fressen würde ohne Gewicht zu verlieren oder zu zunehmen. Zu beachten ist, dass der Energiebedarf der Hündin während des Säugens mit dem Wachstum der Welpen immer weiter wächst, bis die Welpen etwa ab der 5. Lebenswoche Beifutter aufnehmen.

Der ältere Hund

Mit dem Alter nimmt der Energiebedarf von Hunden stetig ab: Der Stoffwechsel stellt sich um und die Hunde bewegen sich meist deutlich weniger. Daher sollte das Futter rechtzeitig reduziert werden, im Allgemeinen um etwa 20% – möglichst bevor der Hund bereits zugenommen hat. Bei großwüchsigen Rassen nimmt der Energiebedarf deutlich früher ab, bereits ab dem 7. Lebensjahr kann häufig bereits der Energiegehalt des Futters reduziert werden. Die Lebenserwartung von Hunden (und auch Menschen) wird durch eine ausgewogene Ernährung maßgeblich beeinflusst. Daher sollte die Ernährung besonders bei älteren Tieren regelmäßig überprüft werden.

Der allergische Hund

Verschiedene Futterbestandteile können bei Hunden allergische Reaktionen hervorrufen. Weitere Informationen dazu unter Futtermittelallergie.

Der übergewichtige Hund

Verschiedenen Untersuchungen zufolge leiden 23 – 56% der Hunde in Deutschland unter Übergewicht. Übergewicht kann auch bei Hunden schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Genauere Informationen dazu unter Übergewicht.

Stand: 13.10.2012, © Copyright by www.enpevet.de
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06.11.2015: Wuselwutz
Die Darstellung, dass Wölfe Mägen und deren Inhalt fressen, konnte nach Beobachtungen von Bloch und Radinger Wölfe widerlegt werden! Diese werden in der Regel weggeschleudert. Sehr wohl fressen sie aber Gedärme und vorverdaute Inhalte!
10.09.2014: yalech
barfen hat noch einen weiteren Nachteil. Unterwegs beim Camping und noch im Ausland wird es zur Herausforderung.
Es hat aber auch einen wichtigen Vorteil. Mein 16,5 jähriger Pudel will auch, wenn die 5 Mt. alte Hündin Knochen bekommt. Seinem vom Alter her übersäuerten Magen bekommt dies offensichtlich. Kein Erbrechen mehr nachts.
Leider konnte ich nicht wählen, die Kleine wurde bei der Aufzucht so gefüttert. Was für mich ein Sprung ins kalten Wasser bedeutet hat. Sie frisst prinzipiell kein Trocken- oder Nassfutter. Schwierig!
10.09.2014: yalech
barfen hat noch einen weiteren Nachteil. Unterwegs beim Camping und noch im Ausland wird es zur Herausforderung.
Es hat aber auch einen wichtigen Vorteil. Mein 16,5 jähriger Pudel will auch, wenn die 5 Mt. alte Hündin Knochen bekommt. Seinem vom Alter her übersäuerten Magen bekommt dies offensichtlich. Kein Erbrechen mehr nachts.
Leider konnte ich nicht wählen, die Kleine wurde bei der Aufzucht so gefüttert. Was für mich ein Sprung ins kalten Wasser bedeutet hat. Sie frisst prinzipiell kein Trocken- oder Nassfutter. Schwierig!
30.09.2013: muenzi74
Ein Sack Trockenfutter aufzumuchen und ein paar Kügelchen für den Hund in den Napf ist ganz klar einfacher zu handhaben. Für den Menschen wäre es auch einfacher sich jeden Tag von Mc... und dergleichen zu ernähren anstatt zu kochen oder sich frisch zu ernähren.

Mein Hund wird gebarft und der "hohe" Zeitaufwand von 5-10 Minuten pro Mahlzeit nehme ich gern in Kauf.

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