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Katze: Durchfall

Allgemeines

Weitere Bezeichnung: Diarrhoe

Durchfall (Diarrhoe) bedeutet, dass zum einen häufiger, zum anderen ungeformter – also vermehrt wasserhaltiger – Kot abgesetzt wird. Die Wassermenge im Kot und damit seine Konsistenz kann stark variieren. Etwaige Beimengungen wie Schleim oder Blut sind wichtige Hinweise für den Tierarzt, deuten jedoch nicht unbedingt auf die Schwere der Erkrankung hin. Da dem Durchfall oft eine Entzündung des Darms zu Grunde liegt, ist die Durchblutung der Darmschleimhaut verstärkt. Die gut gefüllten Gefäße in der Darmwand reißen beim Pressen auf Kot leicht ein und bluten ins Darminnere. Frisches, rotes Blut entstammt dabei aus den letzten Abschnitten des Darmes, dem Dick- oder dem Mastdarm. Blutungen im vorderen Bereich, im Dünndarm, lassen den Kot schwärzlich-teerartig aussehen.

Als akute Durchfälle bezeichnet man über ein bis zwei Tage andauernde Erkrankungen. Als chronische oder wiederkehrende Durchfälle werden Erkrankungen bezeichnet, die über mindestens zwei Wochen, auch mit Unterbrechungen, zu Krankheitserscheinungen führen.

Ursachen

Die Ursachen für Durchfallerkrankungen sind sehr vielfältig. Grundsätzlich kann unterschieden werden, ob die Ursache im Darm selbst liegt oder Durchfall als Begleiterscheinung einer anderen Krankheit vorliegt.

Im Darm lokalisierte Ursachen für Durchfall:

Erkrankungen außerhalb des Darms, die von Durchfall begleitet sein können:

Ansteckung

Durch Viren, Bakterien oder Parasiten verursachter Durchfall kann für andere Katzen ansteckend sein.

Leitsymptom

  • Durchfall

Symptome

Durchfall kann bei völlig ungestörtem Allgemeinbefinden auftreten, es liegt dann ein so genannter unkomplizierter Durchfall vor. In schweren Fällen treten jedoch weitere Symptome auf. Typische Begleiterscheinungen von Durchfall sind Fieber, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Auch Blähungen und Schmerzen im Bauchbereich treten häufig auf. Die Tiere können schnell schwach und matt werden.

Bedrohlich ist bei akuten Durchfällen hauptsächlich der Flüssigkeitsverlust, der durch den stark wasserhaltigen Kot entsteht. Je wässriger der Kot ist und je mehr davon abgesetzt wird, umso schneller trocknet die Katze aus. Extreme Austrocknung kann sogar zum Tode führen. Bei chronischem Durchfall gewinnen Nährstoffverluste an Bedeutung. Eiweiß- und Vitaminverlust äußern sich durch Abmagerung und stumpfes Fell.

Diagnose

Nicht jeder Durchfall einer Katze muss dem Tierarzt vorgestellt werden. Eine tierärztliche Untersuchung sollte jedoch erfolgen, wenn

  • Durchfall über mehrere Tage oder in regelmäßigen Abständen auftritt,
  • das Allgemeinbefinden der Katze gestört ist (Apathie, Fieber, Erbrechen, Schmerzen)

sowie grundsätzlich bei Welpen und älteren Katzen.

Die Diagnose Durchfall ist einfach und schnell gestellt, es dauert jedoch meist einige Zeit, die genaue Ursache des Durchfalls herauszufinden und die erforderliche Behandlung einzuleiten. Die diagnostischen Möglichkeiten bei Durchfall sind vielfältig. Daher sind der Vorbericht zur Fütterung, verabreichte Medikamente und insbesondere die letzte Entwurmung wichtige Informationen für den Tierarzt. Je schwerer der Verlauf des Durchfalls und je kranker das Tier, desto umfangreicher werden die anschließenden Untersuchungen ausfallen.

Folgende Untersuchungen können in Betracht gezogen werden:

  • Kotuntersuchung: Da häufig Parasiten zu Durchfall führen oder den Krankheitsverlauf zumindest beeinflussen, können Kotuntersuchungen durchgeführt werden.
  • Blutuntersuchungen: Routine-Blutuntersuchungen geben Hinweise auf Entzündungsgeschehen, Allergien und Parasitenbefall. Auch auf den Grad der Austrocknung kann durch das Blutbild geschlossen werden. Zusätzlich können so genannte Organ-Profile die Funktion einzelner Organe wie Leber, Bauchspeicheldrüse usw. überprüfen.
  • Röntgen: Mit Hilfe von Röntgenaufnahmen können beispielsweise Fremdkörper oder ein Darmverschluss sichtbar gemacht werden. Zur besseren Darstellung kann der Katze vorher ein Kontrastmittel verabreicht werden.
  • Ultraschall: Eine Ultraschalluntersuchung erlaubt eine Beurteilung aller inneren Organe.
  • Endoskopie : Unter Narkose wird der Katze eine kleine Kamera über Maul und Speiseröhre in den Magen und den vorderen Dünndarm eingeführt. Der Tierarzt kann damit die Schleimhaut des oberen Verdauungstrakts untersuchen und Gewebeproben entnehmen.
  • Probelaparotomie (Diagnostische Eröffnung des Bauchraums): Bei einer Probelaparotomie wird unter Narkose die Bauchhöhle der Katze eröffnet. Das ermöglicht die genaue Untersuchung aller im Bauchraum liegenden Organe.

Behandlung

Anhaltender Durchfall und Durchfall, der von Fieber, Erbrechen, Schwäche, Atemnot oder Blutbeimengungen begleitet wird, muss unbedingt tierärztlich behandelt werden. Der Tierarzt richtet seine Behandlungsmaßnahmen am Verlauf und dem Schweregrad des Durchfalls sowie dem individuellen Zustand (Alter, Allgemeinbefinden) der Katze aus. Starker Flüssigkeitsverlust muss aber in jedem Fall mit Flüssigkeitsersatz behandelt werden. Dazu erhält die Katze in der Regel Infusionen. Einen weiteren, einheitlichen Behandlungsplan gibt es nicht, da die verschiedenen Grunderkrankungen durch eine gezielte Therapie (Medikamente, chirurgischer Eingriff) behandelt werden müssen.

Bei unkompliziertem Durchfall, der erst weniger als 24 Stunden andauert und ohne Begleiterkrankungen auftritt, kann ein Therapieversuch ohne endgültige Diagnose durchgeführt werden. Der Katze wird für etwa 24 keine Nahrung gegeben. Der Darm kann sich während dieser Zeit beruhigen. Auch Freigänger sollten während des Nahrungsentzugs im Haus behalten werden. Wenn sie sich auch nur ein bisschen besser fühlen, wird sonst gleich bei den Nachbarn gefressen!

Tritt während dieser Fastendauer kein erneuter Durchfall auf, kann langsam mit einem selbstgekochten Diätfutter angefüttert werden. Dafür wird sehr weich gekochter Reis mit Quark und gekochter Hühnerbrust vermischt. Diese fettarme Mischung ist leicht verdaulich und versorgt die Katze mit Energie, ohne den Darm stark zu belasten. Der Katze werden von dieser Futtermischung über den Tag verteilt einige Esslöffel angeboten. Die Menge kann bei gutem Vertragen langsam gesteigert werden. Wenn der Kot wieder normal geformt ist, kann langsam das gewohnte Futter untergemischt werden. Wasser oder eine so genannte Elektrolytlösung (siehe auch Tipps) müssen der Katze unbedingt während dieser Fastenzeit zur Verfügung stehen.

Prognose

Unkomplizierte Durchfälle sind meist schnell ausgestanden. Bei schweren, chronischen oder wiederholt auftretenden Durchfällen ist die Prognose von der Ursache abhängig.

Vorbeugung

Entwurmen Sie Ihr Tier regelmäßig! Endoparasiten sind eine häufige Ursache von Durchfällen und belasten das Abwehrsystem Ihrer Katze auch bei anderen Infektionen.

Tipps

Durchfälle führen zu Flüssigkeitsverlusten, die ausgeglichen werden müssen. Folgendes Rezept der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kann bei Durchfällen und Erbrechen immer als Alternative zu Trinkwasser angeboten werden:

  • 1l gekochtes Wasser
  • 2/3 Teelöffel Salz
  • 1/2 Teelöffel Backpulver
  • 400ml Apfelsaft
  • 4 Teelöffel Honig oder Traubenzucker

Neben Flüssigkeitsverlusten werden damit auch einige Mineral- und Nährstoffverluste ausgeglichen.

ACHTUNG

Bei Welpen und älteren Katzen führt Durchfall sehr schnell zu hohen Flüssigkeitsverlusten. Es sollte deswegen immer sofort ein Tierarzt aufgesucht werden.

Stand: 25.01.2013, © Copyright by www.enpevet.de
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24.05.2013: Kessi
Hallo, mit Katzen und Durchfall kann wirklich problematisch sein. Hatte das Problem selbst schon mal mit meinem Streuner. Er hatte immer wieder Durchfall. Hab auch alles probiert vonwegen Nahrungsumstellung, tierarzt usw. aber irgendwie wurde es nicht besser. Irgendwann habe ich Entero Teknosal VET ausprobiert, das hat dann geholfen und er hat nur noch ganz selten etwas Durchfall. Was macht ihr bei Durchfall? Habt ihr auch spezielle Mittel, die wirklich helfen?

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