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Hund: Insulinom

Allgemeines

Das Hormon Insulin ist verantwortlich für die Aufnahme des Blutzuckers in die verschiedenen Organe. Bei einer Überproduktion von Insulin wird der gesamte Zucker in die Zellen aufgenommen und der Blutzuckerspiegel wird zu niedrig. Diesen Zustand nennt man Unterzuckerung.

Bei einem Insulinom handelt es sich um einen Tumor der Bauchspeicheldrüse (Pankreas), der Insulin produziert.

Ursachen

Die Ursache für die Entstehung von Insulinomen ist ungeklärt. Meist sind Hunde im Alter zwischen 8 bis 10 Jahren betroffen. Größere Hunde scheinen häufiger betroffen zu sein als kleine Rassen. Einige Hunderassen besitzen eine so genannte Prädisposition für diese Erkrankung.

Symptome

Unterzuckerung führt zu Unruhe, Nervosität, Muskelzittern und Krämpfen. Auch Verhaltensänderungen, Schwäche und selten Koma können auftreten. Die Symptome sind jedoch nicht dauerhaft vorhanden, sondern treten typischerweise in Episoden von einigen Minuten auf. Dazwischen ist der Hund vollkommen unauffällig.

Diagnose

Die Diagnose wird anhand der auftretenden Symptome und durch wiederholte Bestimmungen des Blutzuckerspiegels gestellt. Auch bildgebende Verfahren wie Röntgen, Ultraschall oder Szintigraphie kommen zum Einsatz. Diese können sowohl die Diagnose absichern als auch Metastasen sichtbar machen.

Behandlung

Therapeutisch empfiehlt sich die Entfernung des Insulinoms. Insulinome sind beim Hund jedoch meist bösartig mit hoher Tendenz zur Metastasenbildung (Ausbreitung des Tumors durch Bildung von Tochtergeschwülsten). Die gebildeten Metastasen produzieren ebenfalls Insulin. Der gesamte Bauchraum muss daher bei einer Operation durchsucht werden, um alle Metastasen zu entfernen. Nur so kann die Insulin-Produktion dauerhaft verringert werden.

Ist eine Operation nicht möglich oder durch nicht gefundene Metastasen nicht erfolgreich, kann der Hund einige Zeit medikamentös unterstützt werden. Kortisone und spezielle Medikamente, die den Blutzuckerspiegel erhöht halten, kommen zum Einsatz. Die Mahlzeiten werden auf sechs Portionen aufgeteilt. Anstrengung sollte möglichst vermieden werden. So kann der Blutzuckerspiegel relativ konstant gehalten werden.

Prognose

Die Prognose ist eher schlecht. Je nach Behandlungsmöglichkeit liegt die durchschnittliche Überlebenszeit zwischen 1 und 3 Jahren.

Tipps

In Fällen akuter Unterzuckerung sollte der Hund möglichst schnell etwas zu fressen bekommen. Wenn er nicht mehr selber fressen kann, können Sie Traubenzucker auflösen und in die Backenschleimhaut einmassieren!

Stand: 11.01.2013, © Copyright by www.enpevet.de
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