petSpot
enpevetenpevita

Hund: Thrombose

Allgemeines

Bei einem Thrombus handelt es sich um ein Blutgerinnsel, das sich in einem Blutgefäß (Arterie oder Vene) oder im Herzen bildet. Das Gerinnsel kann so groß sein, dass es das Blutgefäß verstopft und so eine Thrombose verursacht. Wenn sich ein Teil des Thrombus ablöst und mit dem Blutstrom durch Arterien oder Venen wandert, spricht man von einem Embolus. Ein Embolus kann auch aus Gewebepartikeln, Bakterien, Parasiten o.ä. bestehen. Arterien und Venen verzweigen sich und ihr Durchmesser wird immer kleiner, so dass der Embolus irgendwann das Blutgefäß verstopft. Wenn ein wandernder Embolus zu einem Gefäßverschluss führt, spricht man von einer Embolie oder Thromboembolie.

Ursachen

Thrombosen können beim Hund durch Parasiten (Herzwürmer, Leishmanien), Herzerkrankungen, Anämien, chirurgische Eingriffe, Tumorerkrankungen u.v.a. ausgelöst werden.

Symptome

Die Symptome einer Thromboembolie hängen stark davon ab, wie groß der Thrombus/Embolus ist und wo genau das Blutgefäßsystem verstopft wird: Große Thromben können bereits in der Hauptschlagader (Aorta) steckenbleiben und den Blutfluss vermindern. Leistungsschwäche, Blässe und andere Herz-Kreislaufsymptome sind die typischen Symptome. Kleinere Thromben erreichen einzelne Organe oder Körperbereiche und führen dort zu Schmerzen, Bewegungsstörungen und Erkalten der betroffenen Region. Blutgerinnsel im Gehirn führen zu einem Schlaganfall und haben schwerwiegende neurologische Folgen oder können sogar tödlich sein. Durch Herzwürmer entstandene Embolie wandern häufig in die Lunge und führen zu Atemnot, Husten, Appetitlosigkeit und Leistungsschwäche.

Man vermutet jedoch, dass viele kleinere Thrombosen nicht bemerkt werden, da der Körper die Fähigkeit hat, Thromben aufzulösen. Auch in der Nähe liegende Gefäße können die Funktion des verstopften Gefäßes übernehmen.

Diagnose

Die Diagnose einer Thrombose kann schwierig sein. Sehr schwere Erkrankungen durch große Thromben führen zu starken und typischen Krankheitssymptomen, so dass eine Diagnose anhand der klinischen Symptome gestellt werden kann. Mit Hilfe von Ultraschall kann manchmal eine Verstopfung größerer Gefäße sichtbar gemacht werden. In speziellen Fachkliniken werden so genannte Angiographien durchgeführt. Dabei werden mit Hilfe von Röntgenbildern und Kontrastmitteln die Hauptschlagader und ihre Aufzweigungen dargestellt. Auch Magnetresonanztomographie (MRT) wird in einigen Kliniken zur Diagnostik eingesetzt.

Behandlung

Die Behandlung einer Thromboembolie sollte möglichst schnell erfolgen – bevor es durch die mangelnde Blutzufuhr zu bleibenden Schäden an Organen kommen kann. Verschiedene Medikamente wie Schmerzmittel, Blutverdünner und Gerinnungshemmer (Antikoagolantien) kommen zum Einsatz. Einige Thromben können nur chirurgisch entfernt werden. In den meisten Fällen ist eine Überweisung in eine Tierklinik ratsam. Außerdem ist es wichtig, die Grunderkrankung, die zur Verstopfung des Blutgefäßes geführt hat, zu behandeln. Nur so kann einer erneuten Entstehung vorgebeugt werden.

Prognose

Die Prognose hängt stark von der Grunderkrankung, dem Verlauf, der Dauer und dem Ort des Gefäßverschlusses ab. In den meisten Fällen ist sie eher ungünstig.

Vorbeugung

Zumindest einigen der Thromboembolie auslösenden Erkrankungen kann vorgebeugt werden. Bitte lesen Sie dazu unsere Beiträge zu den Themen Herzwürmer und Leishmaniose.

Stand: 27.11.2012, © Copyright by www.enpevet.de
Jetzt mitdiskutieren!
- Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert -

Das von der enpevet GmbH bereitgestellte Informationsangebot ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und ersetzt in keinem Falle eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen Tierarzt. Die Informationen dienen also der Ergänzung des Dialogs zwischen Tierhalter und Tierarzt, sie können den Tierarztbesuch in keinem Falle ersetzen. enpevet® fordert alle Benutzer, deren Tiere Gesundheitsproblemen haben dazu auf, im Bedarfsfall immer einen Tierarzt aufzusuchen. Wenn Sie bezüglich der Gesundheit Ihres Tieres Fragen haben, raten wir Ihnen, sich an den Tierarzt Ihres Vertrauens zu wenden, anstatt Behandlungen eigenständig zu beginnen, zu verändern oder abzusetzen. Der Inhalt von enpevet® kann und darf nicht für die Erstellung eigenständiger Diagnosen oder für die Auswahl und Anwendung von Behandlungsmethoden verwendet werden.