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Hund: Prostatatumoren

Allgemeines

Weitere Bezeichnung: Prostatageschwulst

Die Prostata oder Vorsteherdrüse gehört zu den so genannten akzessorischen Geschlechtsdrüsen des Rüden. Die Prostata liegt direkt hinter der Blase und umhüllt die Harnröhre von oben. Über der Prostata liegt der Enddarm, daher ist die Prostata bei einer rektalen Untersuchung gut zu tasten.

Die Prostata produziert eine Flüssigkeit, die beim Samenerguss in die Harnröhre abgegeben wird. In dieser Flüssigkeit sind verschiedene Stoffe enthalten, die die Spermien – die aus dem Hoden in die Harnröhre kommen – auf ihrem Weg zur Eizelle ernähren sollen und sie beweglich machen.

Die Entwicklung der Prostata wird über das männliche Geschlechtshormon Testosteron gesteuert. Testosteron wird mit Beginn der Pubertät in den Hoden gebildet. Bei kastrierten Rüden sind die Hoden entfernt worden, die Prostata ist deswegen nur sehr klein.

Ursachen

Die genauen Ursachen für die Entstehung von Prostatatumoren sind ungeklärt. Grundsätzlich tritt die Erkrankung bei Hunden jedoch selten auf. Betroffen sind dann vor allem großwüchsige Hunde ab einem Alter von 10 Jahren. Kastrierte und nicht kastrierte Rüden erkranken gleichermaßen.

Leitsymptom

  • Kotabsatz erschwert

Symptome

Bei einer Vergrößerung der Prostata kommt es zu Druck auf die Harnröhre und den Enddarm. Dadurch kann der Hund Probleme beim Kotabsatz oder beim Urinieren zeigen. Auch Blutbeimengungen im Urin kommen vor. In vielen Fällen treten diese Symptome jedoch nicht auf oder bleiben unbemerkt. Weitere Symptome sind Abmagerung, Lahmheit oder Schwäche in den Hintergliedmaßen, Schmerzen sowie vermehrter Durst und damit einhergehend häufigeres urinieren.

Prostatatumoren sind fast immer bösartig und neigen zur Bildung von Tochtergeschwülsten in anderen Organen. Wenn die ersten, offensichtlichen Symptome wie Abmagerung oder Lahmheit in der Hinterhand auftreten, haben über 80% der Tumoren schon Metastasen in andere Organe gestreut.

Diagnose

Durch einer rektalen Untersuchung kann die Größe der Prostata bestimmt werden. Bei kastrierten Rüden ist die gesunde Prostata sehr klein. Wenn der Tierarzt eine vergrößerte Prostata fühlen kann, ist dies ein relativ sicherer Befund für einen Prostatatumor, der noch durch eine Biopsie bestätigt werden kann. Mit Hilfe von Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen kann dann untersucht werden, ob sich in anderen Organen bereits Metastasen gebildet haben.

Bei nicht kastrierten Rüden kann eine Vergrößerung der Prostata auch durch eine so genannte benigne (gutartige) Prostatahyperplasie oder eine Entzündung der Prostata verursacht werden. Eine Urinuntersuchung und/oder eine Biospie können in diesen Fällen bei der Diagnosestellung helfen.

Behandlung

Leider gibt es bei Hunden noch keine Therapie für Prostatatumoren. Mit Hilfe von Schmerzmitteln kann nur versucht werden, das Leiden des Hundes möglichst gering zu halten.

Nur wenn der Tumor noch keine Metastasen gebildet hat, kann mit Hilfe einer Chemotherapie oder Bestrahlung versucht werden, den Tumor zu schrumpfen oder zumindest das weitere Wachstum zu hemmen. Diese Behandlungen sind allerdings sehr aufwändig und teuer und werden nur in einigen spezialisierten Kliniken durchgeführt.

Prognose

Die Prognose bei Prostatatumoren ist sehr schlecht. Die meisten Hunde sterben durch die hohe Tendenz zur Metastasenbildung bereits wenige Monate nach der Diagnosestellung.

Vorbeugung

Leider kann der Entstehung von Prostatakrebs bisher nicht vorgebeugt werden. Kastrierte und nicht kastrierte Rüden erkranken gleichermaßen.

Stand: 15.01.2013, © Copyright by www.enpevet.de
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29.09.2016: mosazu
unser Rüde war wegen Abszessen in der Prostata im alter von 5 Jahren kastriert worden..2x operiert.Abszesse entfernt....5 Jahre später...bei einem Tastbefund...Äusserung eines Tierarztes..oh die Prostata ist aber gross...........ich fiel in mich zusammen...das durfte doch nicht sein....unser Hund konnte kaum noch Kot absetzen urinieren garnicht mehr...nur mit Hilfe eines Katheders dies 2x am Tag....wurde die Blase entleert.....nach einer Sonografie die Prostata umschloss die Harnröhre und den Darm..............brach ich zusammen und entschloss mich zum letzten Gang............das ist 2 Jahre her...........noch heute leide ich-----unter den Vorwürfen der Tierärzte..............ich schläfer ihn nicht ein-----wenn er jünger wäre...---wollen sie ihn danach mitnehmen....
unser Hund wurde fast 13 Jahre alt.............war immer treu und anhänglich...zeigte sein Leben lang,wenn er Schmerzen hatte....hier..nichts...wenn die Blase entleert war,fing er an zu spielen...riss manchmal die Augen auf...hatte unstillbaren Hunger,,obwohl er alles wieder erbrach.............alles,was ich mit diesem Hund in dieser Situation erlebt habe.....solche Vorwürfe von Tierärzten müssen und dürfen nicht sein.....wir hatten zur beschriebenen Zeit mehrere Tiere im Haushalt...nicht nur diesen Einen...sind mit jedem Tier regelmässig zum Check gegangen
29.09.2016: mosazu
unser Rüde war wegen Abszessen in der Prostata im alter von 5 Jahren kastriert worden..2x operiert.Abszesse entfernt....5 Jahre später...bei einem Tastbefund...Äusserung eines Tierarztes..oh die Prostata ist aber gross...........ich fiel in mich zusammen...das durfte doch nicht sein....unser Hund konnte kaum noch Kot absetzen urinieren garnicht mehr...nur mit Hilfe eines Katheders dies 2x am Tag....wurde die Blase entleert.....nach einer Sonografie die Prostata umschloss die Harnröhre und den Darm..............brach ich zusammen und entschloss mich zum letzten Gang............das ist 2 Jahre her...........noch heute leide ich-----unter den Vorwürfen der Tierärzte..............ich schläfer ihn nicht ein-----wenn er jünger wäre...---wollen sie ihn danach mitnehmen....
unser Hund wurde fast 13 Jahre alt.............war immer treu und anhänglich...zeigte sein Leben lang,wenn er Schmerzen hatte....hier..nichts...wenn die Blase entleert war,fing er an zu spielen...riss manchmal die Augen auf...hatte unstillbaren Hunger,,obwohl er alles wieder erbrach.............alles,was ich mit diesem Hund in dieser Situation erlebt habe.....solche Vorwürfe von Tierärzten müssen und dürfen nicht sein.....wir hatten zur beschriebenen Zeit mehrere Tiere im Haushalt...nicht nur diesen Einen...sind mit jedem Tier regelmässig zum Check gegangen
15.10.2015: iregrim
leider wurde entgegen der hier genannten Erkrankungshäufigkeit bei größeren Hunden gerade bei unserem 11-jährigen, KASTRIERTEN Zwerg-Kurzhaardackel ein bereits inoperables Karzinom der Prostata festgestellt. Ich frage mich bei allem Kummer, warum es kein ganz normales Krebsvorsorgeprogramm für Tiere gibt, so wie es bei Menschen der Fall ist. Man hätte doch nicht gezögert, dies in Anspruch zu nehmen, zumal wir jetzt hörten, dass die Früherkennung dieser Krebsart ein Problem darstellt. Durchgängig über Jahre in der Obhut immer desselben Tierarztes fühlten wir uns eigentlich relativ sicher, was Erkrankungen betrifft, zumal wir bei jeder Unpässlichkeit von selber dort vorstellig wurden.
Nun hilft nur noch die Schmerztherapie, solange sie zumutbar ist. Meine Frage: Kann man diese evtl. durch begleitende Alternativmedizin noch unterstützen? Hinweis: Der Dackel bekommt seit Jahren bereits täglich das Komplexmittel Zeel (Fa. Heel), welches bis heute erfolgreich aufkeimende Rückenprobleme kompensiert hat.
Vielleicht könnte man aufgrund der akuten Erkrankung ja noch Traumeel geben? Für jeden Hinweis sind wir dankbar!

Das von der enpevet GmbH bereitgestellte Informationsangebot ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und ersetzt in keinem Falle eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen Tierarzt. Die Informationen dienen also der Ergänzung des Dialogs zwischen Tierhalter und Tierarzt, sie können den Tierarztbesuch in keinem Falle ersetzen. enpevet® fordert alle Benutzer, deren Tiere Gesundheitsproblemen haben dazu auf, im Bedarfsfall immer einen Tierarzt aufzusuchen. Wenn Sie bezüglich der Gesundheit Ihres Tieres Fragen haben, raten wir Ihnen, sich an den Tierarzt Ihres Vertrauens zu wenden, anstatt Behandlungen eigenständig zu beginnen, zu verändern oder abzusetzen. Der Inhalt von enpevet® kann und darf nicht für die Erstellung eigenständiger Diagnosen oder für die Auswahl und Anwendung von Behandlungsmethoden verwendet werden.