petSpot
enpevetenpevita

Hund: Gesäugeentzündung

Allgemeines

Weitere Bezeichnungen: Brustdrüsenentzündung, Mastitis

Das Gesäuge der Hündin besteht aus zwei Milchleisten, die rechts und links der Bauchmittellinie liegen. Jede Milchleiste besteht aus 4 – 6 einzelnen Milchdrüsen. Es gibt insgesamt also 8 – 12 Zitzen.

Bei einer Mastitis handelt es sich um eine Entzündung einzelner oder auch aller Milchdrüsen.

Ursachen

Die Ursache für Mastitiden sind meist aufsteigende Bakterien von der Zitze in das Drüsengewebe. Durch die scharfen Milchzähne und spitzen Krallen der saugenden Welpen entstehen viele, kaum sichtbare Verletzungen der Zitzenhaut, die die Ansiedlung dieser Bakterien begünstigen.

Symptome

Bei einer Mastitis treten die typischen Symptome einer Entzündung auf: Rötung, Schwellung und Schmerzhaftigkeit. Die Hündin lässt ihre Welpen nicht mehr an den betroffenen Milchdrüsen trinken. Bei schweren Gesäugeentzündungen kommt es auch zu Allgemeinsymptomen wie Fieber und Appetitlosigkeit. Nicht selten bilden sich in der Milchleiste auch Abszesse. Diese führen dann zu rötlich-bläulichen Verfärbungen der Milchleiste.

Diagnose

Die Diagnose Gesäugeentzündung kann durch eine gründliche Untersuchung gestellt werden.

Behandlung

Die Therapie besteht aus einer systemischen Antibiose, die sofort eingeleitet werden muss. Vorher sollte eine Milchprobe entnommen werden, um mit Hilfe eines Antibiogramms die beteiligten Erreger genau zu bestimmen. Je nach Resultat des Antibiogramms muss das Antibiotikum später eventuell gewechselt werden. Die Welpen müssen vorübergehend meist mit Ersatzmilch gefüttert werden, da die mit Bakterien verunreinigte Milch ein Gesundheitsrisiko für die Neugeborenen darstellen kann. Wenn nur ein kleiner Teil der Milchdrüsen entzündet ist, bevorzugen manche Tierärzte als Alternative das kontrollierte Anlegen der Welpen an die gesunden Milchdrüsen. Das hat den Vorteil, dass die gesunden Milchdrüsen durch das Saugen regelmäßig geleert werden, dadurch das Entzündungsrisiko in diesen noch gesunden Milchdrüsen sinkt und die Hündin nach Abklingen der Infektion ihre Welpen weiter säugen kann.

Bei schweren Entzündungen können Medikamente verabreicht werden, die eine weitere Milchproduktion verhindern. Diese Wirkstoffe führen jedoch häufig auch zu einer Verhaltensänderung der Mutter: Sie wird sich gar nicht mehr um ihre Jungen kümmern und die gesamte Pflege der Welpen muss von den Tierhaltern getragen werden.

Prognose

Für die Hündin ist die Prognose bei rechtzeitigem Behandlungsbeginn gut. Für die Welpen ist eine regelmäßige und ausgewogene Ersatz-Fütterung entscheidend: Holen Sie sich hierfür rechtzeitig Tipps von Ihrem Tierarzt!

Stand: 16.01.2013, © Copyright by www.enpevet.de
Jetzt mitdiskutieren!
- Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert -

Das von der enpevet GmbH bereitgestellte Informationsangebot ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und ersetzt in keinem Falle eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen Tierarzt. Die Informationen dienen also der Ergänzung des Dialogs zwischen Tierhalter und Tierarzt, sie können den Tierarztbesuch in keinem Falle ersetzen. enpevet® fordert alle Benutzer, deren Tiere Gesundheitsproblemen haben dazu auf, im Bedarfsfall immer einen Tierarzt aufzusuchen. Wenn Sie bezüglich der Gesundheit Ihres Tieres Fragen haben, raten wir Ihnen, sich an den Tierarzt Ihres Vertrauens zu wenden, anstatt Behandlungen eigenständig zu beginnen, zu verändern oder abzusetzen. Der Inhalt von enpevet® kann und darf nicht für die Erstellung eigenständiger Diagnosen oder für die Auswahl und Anwendung von Behandlungsmethoden verwendet werden.