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Hund: Lipome

Allgemeines

Weitere Bezeichnungen: Fettgeschwulst, Fettgewebetumor

Lipome sind gutartige Fettgeschwülste, die in der Unterhaut liegen. Eine Sonderform sind die so genannten infiltrativen Lipome, die ebenfalls gutartig sind, aber sich in das umliegende Gewebe ausdehnen und mit diesem verwachsen. Lipome werden häufig von Tierhaltern beim Streicheln entdeckt.

Abb. HBHOVIUT
Abb. HBHOVIUT: Schematische Darstellung der Haut.
Lipome liegen in der Unterhaut (Subkutis).

Ursachen

Die Ursache für die Entstehung von Lipomen ist ungeklärt, meistens sind übergewichtige und ältere Hunde betroffen.

Leitsymptom

  • Umfangsvermehrung in der Unterhaut

Symptome

Lipome treten häufig an der Brust, an der Bauchwand, unter der Achsel oder in der Leistengegend auf. Sie sind dort als weiche, gut abgegrenzte, nicht schmerzhafte und gut verschiebliche Umfangsvermehrungen tastbar. Lipome können sehr groß werden, wachsen aber meist sehr langsam.

Infiltrative Lipome sind ebenfalls weich, aber mit ihrer Umgebung verwachsen und daher nicht verschieblich. Infiltrative Lipome können schmerzhaft für den Hund sein, wenn sie beispielsweise mit einem darunter liegenden Muskel verwachsen sind. Wird der Muskel an seiner natürlichen Bewegung gehindert, können beispielsweise Lahmheiten auftreten.

Abb. H20261C8
Abb. H20261C8: Lipom am Unterbauch.

Diagnose

Der Vorbericht und die klinische Untersuchung lassen meist eine Verdachtsdiagnose zu. Um ganz sicherzugehen, dass es sich um ein gutartiges Lipom und nicht um einen bösartigen Tumor handelt, sind allerdings weiterführende Untersuchungen notwendig. Häufig reicht es aus mit einer Kanüle ein paar Zellen aus dem Lipom zu entnehmen und unter dem Mikroskop zu betrachten, aber auch eine Biopsie kann notwendig sein. Durch diese Untersuchungen ist es möglich, die Diagnose Lipom, also gutartige Fettgeschwulst, zu stellen. Für die Unterscheidung zwischen Lipom und infiltrativem Lipom ist eine Computertomographie notwendig, Röntgen oder Ultraschall sind nicht ausreichend.

Behandlung

Eine chirurgische Entfernung von Lipomen ist nur notwendig, wenn diese beispielsweise aufgrund ihrer Größe zu Bewegungseinschränkungen führen. Ist eine Operation geplant, so kann die Narkose dann häufig auch für andere Eingriffe wie die Entfernung von Zahnstein o.ä. genutzt werden. Kleinere oder nicht störende Lipome können belassen und sollten nur regelmäßig auf Größenwachstum untersucht werden.

Bei infiltrativen Lipomem sollte dagegen eine chirurgische Entfernung versucht werden, möglichst bevor das umliegende Gewebe dauerhaft geschädigt wird. Diese Lipome müssen möglichst großräumig entfernt werden. Beim Vorliegen der infiltrativen Tumoren an den Gliedmaßen, können deswegen Amputationen notwendig sein. Auch Chemotherapie und Strahlentherapie können zum Einsatz kommen. Trotzdem bildet sich häufig an der gleichen Stelle ein so genanntes Rezidiv.

Chirurgisch entfernte Lipome sollten immer pathologisch untersucht werden, um andere Tumorerkrankungen sicher auszuschließen.

Prognose

Die Prognose von Lipomen ist grundsätzlich gut, egal ob diese entfernt werden oder nicht. Bei infiltrativen Lipomen ist die Prognose deutlich schlechter, da auch bei radikaler Entfernung häufig Rezidive auftreten.

Vorbeugung

Da übergewichtige Hunde gehäuft von Lipomen betroffen sind, gibt es einen weiteren Grund auf das Normalgewicht des Hundes zu achten!

Tipps

Lipome sind zwar harmlos, es gibt allerdings auch einige bösartige Umfangsvermehrungen der Haut und Unterhaut. Zeigen Sie deshalb alle Veränderungen Ihrem Tierarzt!

Stand: 03.01.2013, © Copyright by www.enpevet.de
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