petSpot
enpevetenpevita

Hund: Hodentumoren

Allgemeines

Hodentumoren kommen bei älteren, unkastrierten Hunden relativ häufig vor. Das durchschnittliche Lebensalter beim Auftreten der Tumoren ist 10 Jahre. Auch Hunde mit unbehandeltem Kryptorchismus (Hodenhochstand) erkranken gehäuft an Hodentumoren.

Hodentumoren sind meistens gutartig und besitzen nur eine geringe Tendenz zur Bildung von Metastasen.

Ursachen

Die genauen Ursachen für die Entstehung von Hodentumoren sind bisher unbekannt. Kryptorchide Hoden haben ein bis zu 13-mal erhöhtes Risiko tumorös zu entarten. Dies liegt vermutlich an der erhöhten Temperatur in der Bauchhöhle gegenüber der Temperatur im Hodensack.

Leitsymptom

  • Hodenvergrößerung

Symptome

Eine Vergrößerung des Hodens und ein geschwollener Hodensack sind die deutlichsten Symptome eines Hodentumors. Vielen Tierhaltern fällt auch einfach nur auf, dass der Hodensack plötzlich ungleichmäßig geformt ist, denn normalerweise besitzen beide Hoden die gleiche Größe. Einige Hodentumoren produzieren auch das weibliche Geschlechsthormon Östrogen. Dadurch können Symptome wie vergrößerte Brustdrüsen, symmetrischer Fellverlust, dunkle Pigmentierung der Haut sowie eine deutliche Verkleinerung des gesunden Hodes auftreten.

Abb. H319P7QP
Abb. H319P7QP: Sehr großer Hodentumor.

Diagnose

Die Diagnose Hodentumor kann durch eine klinische Untersuchung gestellt werden. Zusätzlich sollte eine Ultraschalluntersuchung erfolgen, um eine Hodenentzündung auszuschließen. Durch Röntgenaufnahmen der Brust- und Bauchhöhle können eventuelle Metastasen sichtbar gemacht werden.

Abb. H319X7FM
Abb. H319X7FM: Ultraschallbild eines Hodentumors.

Behandlung

Hodentumoren sollten schnellstmöglich chirurgisch entfernt, die Hunde also kastriert werden. In den meisten Fällen ist keine weitere Behandlung notwendig. Sollten sich bereits Metastasen gebildet haben, kann eine Chemotherapie sinnvoll sein.

Prognose

Die Prognose beim Vorliegen von Hodentumoren ist eigentlich gut. Eventuelle Veränderungen an Haut und Haarkleid durch Östrogen bilden sich nach der Entfernung des Hodens meist zurück. Lediglich beim Vorliegen von Metastasen ist die Prognose schlechter.

Stand: 11.01.2013, © Copyright by www.enpevet.de
Jetzt mitdiskutieren!
20.09.2012: gast
Hallo, sollte man beide Hoden entfernen, auch wenn nur ein Hoden verändert ist ?

Das von der enpevet GmbH bereitgestellte Informationsangebot ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und ersetzt in keinem Falle eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen Tierarzt. Die Informationen dienen also der Ergänzung des Dialogs zwischen Tierhalter und Tierarzt, sie können den Tierarztbesuch in keinem Falle ersetzen. enpevet® fordert alle Benutzer, deren Tiere Gesundheitsproblemen haben dazu auf, im Bedarfsfall immer einen Tierarzt aufzusuchen. Wenn Sie bezüglich der Gesundheit Ihres Tieres Fragen haben, raten wir Ihnen, sich an den Tierarzt Ihres Vertrauens zu wenden, anstatt Behandlungen eigenständig zu beginnen, zu verändern oder abzusetzen. Der Inhalt von enpevet® kann und darf nicht für die Erstellung eigenständiger Diagnosen oder für die Auswahl und Anwendung von Behandlungsmethoden verwendet werden.