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Hund: Epuliden

Allgemeines

Epuliden sind gutartige Wucherungen der Maulschleimhaut und des Zahnfleisches. Sie machen etwa 25% aller Tumoren der Maulhöhle aus.

Man unterscheidet drei verschiedene Arten von Epuliden:

  • fibromatöse Epuliden
  • ossifizierende Epuliden, die Knochengewebe enthalten können
  • akanthomatöse Epuliden, die Zähne und Kieferknochen angreifen können. Sie werden auch periphere Ameloblastome genannt.

Ursachen

Die Ursache für die Entstehung dieser Zahnfleischtumoren ist unbekannt. Besonders kurzköpfige Hunde und einige andere Rassen neigen allerdings zu diesen Wucherungen.

Leitsymptom

  • Wucherung Maulschleimhaut

Symptome

Epuliden sind als rosa oder rötliche Umfangsvermehrungen beim Öffnen des Mauls schnell zu erkennen. Sie können viele verschiedene Formen aufweisen: höckrig, glatt, gestielt, pilzförmig u.a. Epuliden können einzeln oder in Mehrzahl vorliegen. Kleinere Epuliden stören meist nicht, größere Wucherungen können jedoch beim Kauen verletzt werden und dadurch bluten. Fibromatöse oder ossifizierende Epuliden wachsen sehr langsam. Akanthomatöse Epuliden dagegen wachsen schneller und invasiver, sie sind öfter entzündet und blutig. Sie können in den Kieferknochen einwachsen und diesen zerstören. Starker Geruch aus dem Maul oder sogar Schwierigkeiten beim Fressen können beobachtet werden. Dadurch kann es zu Gewichtsverlust kommen.

Keine der drei genannten Formen von Epuliden bilden Metastasen.

Abb. H2HA91R3
Abb. H2HA91R3: Epuliden.
Abb. H2HAB1MU
Abb. H2HAB1MU: Akanthomatöse Epuliden.

Diagnose

Eine Diagnose kann anhand des typischen Bilds meist leicht gestellt werden. Mit Hilfe einer Biopsie können bösartige Tumoren der Maulhöhle zweifelsfrei ausgeschlossen werden. Da akanthomatösen Epuliden häufig den Knochen angreifen, können Röntgenaufnahmen oder sogar eine Computertomographie notwendig sein, um das Ausmaß der Knochenbeteiligung zu erkennen.

Behandlung

Kleinere fibromatöse oder ossifizierende Epuliden stören meist nicht, größere Wucherungen können jedoch beim Kauen wiederholt verletzt werden und sollten dann chirurgisch entfernt werden. Nur sehr selten kommt es nach einer chirurgischen Entfernung zu einem wiederholten Auftreten von Epuliden an der gleichen Stelle, es besteht also eine geringe Rezidivgefahr.

Akanthomatöse Epuliden müssen immer möglichst großräumig chirurgisch entfernt werden, es kann sogar notwendig sein, einen Teil des Kieferknochens zu entfernen. Leider kommt es trotzdem manchmal zu wiederholtem Auftreten dieser Tumorform. Diese Rezidive können meist nur mit Hilfe einer Strahlentherapie endgültig vermieden werden.

Prognose

Die Prognose hängt stark von Art, Größe und Ort der Wucherung ab. Kleine Epuliden ohne Knochenbeteiligung haben eine gute Prognose.

Tipps

Nach der Entfernung von Epuliden sollten Sie Ihrem Hund möglichst weiches Futter geben, damit die kleinen Wunden im Maul besser heilen können!

Stand: 30.12.2012, © Copyright by www.enpevet.de
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10.04.2015: michi
Wie lange meinst du hatte sie das Ding schon?
26.03.2015: gidanamel
bei meiner dingo-hündin wurde vor kurzem eine fibromatöse ossifizierende epulide entfernt.gut das es weg ist

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