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Katze: Zecken

Allgemeines

Zecken sind so genannte Ektoparasiten und gehören zu den Spinnentieren. Zecken treten weltweit auf und man kennt sehr viele verschiedene Arten. Die in Mitteleuropa heimischen Zeckenarten gehören alle zur Familie der Schildzecken.

Die Entwicklung der Zecke verläuft über verschiedene Stadien: Aus dem Ei wird über eine Larve und mehrere Nymphenstadien eine ausgewachsene Zecke. Jedes Stadium benötigt für die Weiterentwicklung eine Blutmahlzeit. Eine ausgewachsene, weibliche Zecke verlässt nach dem Saugen den Wirt und legt Eier in der Umgebung ab.

Zecken sind als Überträger von Krankheitserregern bekannt: Sie können diese beim Blutsaugen von einem infizierten Wirt aufnehmen und bei der nächsten Blutmahlzeit auf empfängliche Wirte übertragen. Katzen sind im Allgemeinen aber nicht von diesen Krankheiten betroffen. Nur in Einzelfällen sind klinische Fälle von Q-Fieber und Ehrlichiose des Hundes bei Katzen beschrieben worden.

Ursachen

Zecken sind wenige Millimeter große, achtbeinige Spinnentiere, die an Warmblütern Blut saugen. Sie werden von Gräsern, Sträuchern und im Unterholz von vorbeikommenden Tieren und Menschen abgestreift. Im vollgesogenen Zustand erreichen sie etwa Erbsengröße (10 bis 20mm). Nach dem Saugen verlassen Zecken ihren Wirt wieder.

Abb. FZBEUEFD
Abb. FZBEUEFD: Ixodes ricinus.
Der sog. Gemeine Holzbock ist eine der häufigsten Zeckenarten in Mitteleuropa.

Zecken sind für Menschen viel gefährlicher als für Katzen, da sie Borreliose und, vornehmlich in Süddeutschland, die virusbedingte infektiöse Hirnhautentzündung (FSME) übertragen können. Über diese Erkrankungen ist bei Katzen bisher nichts bekannt.

Symptome

Bei Katzen verursachen Zecken an der Einstichstelle eine Irritation der Haut mit Juckreiz. In seltenen Fällen bieten diese Hautstellen eine Eintrittspforte für Fliegenlarven.

Behandlung

Zecken sollten gleich nach ihrer Entdeckung durch vorsichtiges Herausdrehen mit den Fingern oder einer Zeckenzange entfernt werden. Wenn dabei der Kopf in der Haut stecken bleibt, ist dies kein Grund zur Beunruhigung: Er fällt nach wenigen Tagen von alleine ab. Keinesfalls sollte Öl oder ähnliches auf die Zecke oder verbleibende Zeckenteile getropft werden.

Abb. GBXP9699
Abb. GBXP9699: Optimale Entfernung einer Zecke: Nah an der Haut und ohne den Körper der Zecke zu quetschen.

Vorbeugung

Zecken werden bei Umgebungstemperaturen ab etwa 7°C aktiv. Verschiedene Wirkstoffe stehen zur Zeckenbekämpfung zur Verfügung. Bei Katzen werden fast ausschließlich so genannte Spot-on-Präparate eingesetzt. Meist besteht dann ein kombinierter Schutz gegen Flöhe und Zecken. Verwenden Sie nur Präparate, die für Katzen zugelassen sind! Einige Wirkstoffe in Hundeartikeln können für Katzen tödlich sein.

ACHTUNG

Beim Menschen sind Zecken u.a. Überträger von Borreliose. Auch bei der Katze können Borrelien im Blut nachgewiesen werden, sie scheinen jedoch – nach heutigem Wissensstand – bei der Katze nicht zu Krankheitssymptomen zu führen.

Stand: 29.01.2013, © Copyright by www.enpevet.de
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14.05.2016: karies
Wie immer sind die Artikel von Enpevet recht interessant und lesenswert, nur heute hat sich ein Fehler eingeschlichen, den man ändern sollte. Die Zecke sollte man keineswegs durch "vorsichtiges Drehen" herausziehen, da man bei diesem Vorgang immer den Kopf abreissen bzw. abdrehen würde. Der Saugrüssel (Stachel) der Zecke ist NICHT rund, sondern oval bis länglich und mit Widerhaken an den Rändern bestückt und keine Schraube d.h. dass man niemals drehen oder "herausschrauben" sollte, sondern mit leichtem Zug herausziehen .

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