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Katze: Haarausfall

Allgemeines

Weitere Bezeichnungen: Alopezie, Fellverlust

Bei Haarausfall unterscheidet man diagnostisch zwischen lokalen, also auf einzelne Hautabschnitte beschränkten Haarverlusten oder Haarverlusten, die den ganzen Körper betreffen.

Haarverlust am ganzen Körper ist meist auf den normalen, jahreszeitlichen Fellwechsel zurückzuführen. Der Fellwechsel ist übrigens nicht nur von der Außentemperatur, sondern auch von der zu- und abnehmenden Tageslichtlänge im Frühjahr und Herbst abhängig. Vermehrtes Haaren kann darüber hinaus auch in Stresssituationen, beispielsweise beim Tierarztbesuch, und bei fiebrigen Allgemeinerkrankungen beobachtet werden.

Solange dabei kein deutliches Ausdünnen des Fells oder gar kahle Stellen entstehen, stellt diese Form des Haarausfalls meist kein gesundheitliches Problem für die Katze dar. Allerdings kann die vermehrte Aufnahme von Haaren beim Putzen zur Bildung von Haarballen und damit einer Magenschleimhautreizung mit Erbrechen führen. Tägliches Kämmen und Bürsten hilft, diese unangenehme Folge des Fellwechsels einzudämmen.

Lokaler Haarverlust wird bei der Katze unter dem Begriff "Feline selbstinduzierte Alopezie" zusammengefasst. Der Haarausfall wird von der Katze selbst durch einen verstärkten Putztrieb verursacht. Bis vor einiger Zeit vermutete man, dass bei betroffenen Katzen fast immer eine psychogene Ursache für diesen verstärkten Putztrieb vorliegt. Neueren Untersuchungen zu Folge sind psychogene Störungen, die zu Haarverlust führen jedoch deutlich seltener.

  • Bei 75% der Katzen mit lokalem Haarausfall konnte mit Hilfe einer gründlichen Diagnostik eine organische Ursache gefunden werden. Folgende Ursachen treten besonders häufig auf:
  • Nur etwa 10% der Haarverluste haben eine rein psychogene Ursache. Weitere Informationen dazu haben wir im Artikel psychogen bedingte Haarlosigkeit (Leckbauch) für Sie zusammengefasst.
  • Bei etwa 15% der Katzen scheint eine Kombination aus organischen und psychologischen Ursachen vorzuliegen. Juckreiz und die emotionale Verfassung hängen bei Katzen sehr eng zusammen. In ängstlicher Stimmung kann ein kleiner Juckreiz zu völlig übertriebenen Putzreaktionen führen. Umgekehrt kann auch intensiver Juckreiz das Wohlbefinden einer Katze so stark beeinträchtigen, dass sie zusätzlich eine Angststörung entwickelt, die den Putztrieb weiter verstärkt.

Die diagnostische Vorgehensweise und die Behandlungsmöglichkeiten haben wir in den markierten Artikeln ausführlich beschrieben!

Abb. GBXOCP18
Abb. GBXOCP18: FSA: Feline selbstinduzierte Alopezie.
Diese Katze hat sich den gesamten Bauch so stark geleckt, dass kein Fell mehr vorhanden ist.

Stand: 20.02.2013, © Copyright by www.enpevet.de
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