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Katze: Gesäugeentzündung

Allgemeines

Weitere Bezeichnungen: Mastitis, Brustdrüsenentzündung

Das Gesäuge der Katze besteht aus zwei Milchleisten, die rechts und links der Bauchmittellinie liegen. Jede Milchleiste besteht aus 4 einzelnen Milchdrüsen. Es gibt insgesamt also 8 Zitzen.Bei einer Mastitis handelt es sich um eine Entzündung einzelner oder auch aller Milchdrüsen, die in der Regel nur bei säugenden Katzen auftritt.

Ursachen

Die Ursache für Mastitiden sind meist aufsteigende Bakterien von der Zitze in das Drüsengewebe. Durch die scharfen Milchzähne und spitzen Krallen der saugenden Welpen entstehen viele, kaum sichtbare Verletzungen der Zitzenhaut, die die Ansiedlung dieser Bakterien begünstigen. Besonders schnell entwickeln sich Entzündungen der Milchdrüse, wenn ein so genannter Milchstau vorliegt. Dieser entsteht, wenn die Milch nicht ausreichend abgesaugt wird, beispielsweise durch eine zu geringe Anzahl von Welpen oder frühe Todesfälle. Beim Absetzen der Jungtiere, der vollständigen Umstellung auf festes Futter, besteht erneut die Gefahr eines Milchstaus mit folgender Entzündung.

In sehr seltenen Fällen kann eine Gesäugeentzündung auch auf dem Blutweg erfolgen. In diesen Fällen besteht irgendwo im Körper der Katze ein Entzündungsherd, der Bakterien über das Blut bis in die Milchdrüse streut.

Leitsymptom

  • Schwellung der Milchdrüse
  • hungrige Welpen

Symptome

Bei einer Gesäugeentzündung ist das Gesäuge geschwollen, heiß und schmerzhaft. Es fühlt sich hart und gespannt an. Diese Symptome können das gesamte Gesäuge betreffen oder auch nur einzelne Milchkomplexe. Welpen, die saugen wollen, werden von der Katze abgewehrt. Das pausenlose Geschrei der hungrigen Jungtiere kann ein Hinweis darauf sein, dass die Mutter Schwierigkeiten beim Säugen hat. Sind die jungen Katzen bereits abgesetzt, lässt ein apathisches Verhalten der Mutter eine Entzündung vermuten, da gleichzeitig oft auch Fieber besteht.

Sehr selten bildet sich aus einer Gesäugeentzündung ein Abszess, der nach außen aufbricht.

Diagnose

Die Diagnose Gesäugeentzündung lässt sich durch das Abtasten des Gesäuges und eine Allgemeinuntersuchung sicher stellen.

Behandlung

Als Behandlung kommen Antibiotika zum Einsatz, die über mehrere Tage eingegeben werden müssen. Kühlende Umschläge tragen dazu bei, dass das Gesäuge schneller abschwillt, werden jedoch nicht von allen Katzen geduldet.

Noch säugende Welpen müssen abgesetzt werden, wenn die Kätzin unter starken Schmerzen leidet, Fieber hat oder ihr Allgemeinbefinden stark gestört ist. Duldet die Kätzin das Saugen jedoch, kann sie mit einem gut verträglichen Antibiotikum versorgt werden und die Welpen können weiter beim Muttertier trinken.

Prognose

Die Prognose rechtzeitig erkannter Gesäugentzündungen ist gut. In einigen Fällen ist ein weiteres Säugen der Welpen nicht möglich, diese müssen dann mit der Hand aufgezogen werden.

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Stand: 13.10.2012, © Copyright by www.enpevet.de
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