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Katze: Flohspeichelallergie

Allgemeines

Weitere Bezeichnungen: Flohallergie, Flohbissallergie, Flohdermatitis

Ursachen

Flohallergien gehören zu den häufigsten allergischen Hauterkrankungen bei Katzen. Das eigentliche Allergen, also die Substanz, auf die eine Katze allergisch reagiert, befindet sich im Speichel des Flohs und wird beim Stich übertragen. Nach einem Stich entwickeln allergische Katzen hochgradige Hautveränderungen – ein Floh oder Flohkot kann jedoch nur in den seltensten Fällen gefunden werden. Vermutlich liegt das an einem verstärkten Putztrieb allergischer Katzen: Die Flöhe werden sofort durch Lecken oder Beißen entfernt. Ein einziger Kontakt mit Flohspeichel kann jedoch über viele Wochen für eine allergische Hautreaktion sorgen.

Abb. GBXJKVU5
Abb. GBXJKVU5: Floh, mikroskopische Aufnahme.

Ansteckung

Bei engem Kontakt hüpfen Flöhe, die etwa 25 – 30cm weit springen können, von Katze zu Katze und auf andere Tiere – und den Menschen. Auch vom Boden können Tiere und Menschen direkt besprungen werden.

Abb. GBXNZ8U9
Abb. GBXNZ8U9: Flohstiche beim Mensch.
Bei Menschen sind Flohstiche typischerweise in einer so genannten "Straße" angeordnet, d.h. mehrere Stiche liegen dicht nebeneinander.

Leitsymptom

  • Juckreiz

Symptome

Typisch für eine Flohspeichelallergie sind stark juckende Veränderungen der Haut. Diese können sich als so genannte miliare Dermatitis über den gesamten Körper ausbreiten, aber auch nur einzelne Körperbereiche betreffen. Durch den starken Juckreiz kratzen, beißen oder lecken sich die Katzen und es kommt zu Haarausfall und blutigen Wunden. An diese vorgeschädigte Haut können sich leicht Bakterien oder Hautpilze anlagern, es entstehen so genannte Sekundärinfektionen.

Möglich ist auch die Entwicklung von Hautveränderungen, die zum so genannten Eosinophilen-Granulom-Komplex gehören.

Eine Flohspeichelallergie kann ganzjährig auftreten, da das Klima in Mitteleuropa gemäßigt ist. Außerdem überleben Flöhe besonders gut in klimatisierten Wohnräumen.

Abb. GBXO3ET4
Abb. GBXO3ET4: Symptome einer Flohspeichelallergie.
Flohspeichelallergien führen zu starkem Juckreiz. Betroffene Katzen lecken fast ununterbrochen und verursachen dadurch Haarausfall.

Diagnose

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Flohspeichelallergie zu diagnostizieren:

  • Ausschlussdiagnostik : Nach dem Ausschluss ähnlicher Krankheitsbilder ist das Vorliegen einer Flohspeichelallergie sehr wahrscheinlich.
  • Diagnostische Therapie: Bei einer diagnostischen Therapie geht man nach dem Vorbericht und den Hautveränderungen relativ sicher von einer Flohspeichelallergie aus. Daher werden eine intensive Flohbekämpfung aller im Haushalt lebenden Tiere und eine Umgebungssanierung durchgeführt (siehe Flohbefall). Die betroffene Katze sollte zu Beginn der Behandlung in zweiwöchigem Abstand mit entsprechenden Medikamenten behandelt werden, obwohl das empfohlene Behandlungsintervall meist vier Wochen beträgt. Für die Therapie sollten so genannte Repellentien gewählt werden, die die Flöhe bereits vor ihrem Stich abwehren. So wird verhindert, dass die Katze mit dem Allergie-auslösenden Speichel in Kontakt kommt. Klingen die Symptome unter der Behandlung ab, kann mit großer Wahrscheinlichkeit von einer Flohspeichelallergie ausgegangen werden.
  • Allergietests: Allergietests können als Intrakutantests oder als Blut-Allergietests durchgeführt werden. Bei einem Intrakutantest wird die seitliche Brustwand der Katze geschoren und verschiedene Allergene, in diesem Fall also die Allergene des Flohspeichels – in die Haut gespritzt. Nach 15 – 30 Minuten kann anhand der Hautreaktion abgelesen werden, ob eine Überempfindlichkeit besteht. Eine ähnliche Untersuchung kann in speziellen Laboren mit Blutproben durchgeführt werden. Dabei wird das Blut auf spezielle Antikörper untersucht, die sich gegen die Allergene richten. Leider sind diese Untersuchungsverfahren noch nicht 100%ig zuverlässig: Liegt ein negatives Testergebnis vor, kann die Katze in Einzelfällen trotzdem eine Flohspeichelallergie haben. Außerdem können auch gesunde Katzen positive Testergebnisse haben, wenn sich ihr Abwehrsystem in der Vergangenheit mit den Allergenen auseinandergesetzt hat. Diese Katzen brauchen dann nicht zwangsläufig allergisch zu sein. Daher erlaubt nur die Kombination aus klinischem Bild, diagnostischer Therapie und ggf. Allergietest eine Diagnose. Allergietests können durch eine Vielzahl von Medikamenten beeinflusst werden. Vor einer Durchführung sollten daher alle Medikamente – auch solche, die bereits vor einigen Wochen eingenommen wurden – mit einem Tierarzt besprochen werden.

Behandlung

Beim Vorliegen einer akuten Flohspeichelallergie muss eine konsequente, ganzjährige Flohbekämpfung aller im Haushalt lebenden Tiere erfolgen. Liegen bereits Sekundärinfektionen durch Bakterien oder Pilze vor, müssen diese gleichzeitig entsprechend behandelt werden.

So genannte Desensibilisierungstherapien, bei denen die Katze regelmäßig das Allergen gespritzt bekommt und eine Gewöhnung stattfinden soll, haben bei Flohspeichelallergien bisher wenig Erfolg gezeigt.

Liegt ein akuter Flohbefall vor, muss zusätzlich eine gründliche Reinigung der Umgebung erfolgen. Informationen dazu finden Sie unter Flohbefall.

Prognose

Eine Flohspeichelallergie kann nicht geheilt, durch eine konsequente Flohbekämpfung jedoch gut kontrolliert werden.

Vorbeugung

Allergiegefährdete Tiere besitzen meist eine Überempfindlichkeit auf verschiedene Allergene, beispielsweise auf einen Futterinhaltsstoff und Flohspeichel. Diese Allergiefaktoren summieren sich, bis eine bestimmte Juckreizschwelle erreicht ist und Symptome entstehen. Die Juckreizschwelle ist bei jeder Katze unterschiedlich hoch. Durch vorbeugende Maßnahmen kann deswegen versucht werden, diese Juckreizschwelle nicht zu überschreiten. Dazu gehört eine regelmäßige Behandlung gegen Parasiten (Würmer, Ektoparasiten).

Abb. FZ7B3OD1
Abb. FZ7B3OD1: Grafische Darstellung des Prinzips der Juckreizschwelle.

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Stand: 29.01.2013, © Copyright by www.enpevet.de
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06.07.2015: greeneyes
Guten Tag,

ich habe eine Katze aus dem Tierheim geholt,Dort wurde mir gesagt,das sie kahle Stellen die hinten an den Flanken sind,,stress-bedingt sind und wieder weg gehen.Es ging aber nichts weg;-(
Wir sind sofort zum Tierarzt und haben auch Allergietest machen lassen.Die Äztin vermutet eine Flohspeichelallergie ABER ich finde kein einzigen Floh?Die Wohnung war auch Floh-frei denn wir hatten die Katze ja aus dem Tierheim,Wie geht das denn?Ich würde mich freuen,wenn ich eine Erklärung erhalten.liebe Grüße
27.09.2013: michele noever
Hallo Tierfreundin,danke für den Hinweis und es hilft wirklich.Meine Katze hat es voriges Jahr durch Nachbarin dieses Jahr weil ich einen Hund in Pflege hatte so ein scheiss Fehler.Ich heisse Michele bin 59 Jahre ich schreib wenn es hilft vom Tierarzt gibt zur Zeit Antibiotika.
26.04.2013: tierfreundin
Hallo,ich habe sehr gute Erfolge mit Pulex irritans C 30 von der DHU.Das sind homöopathisch aufbereitete Flöhe,von denen ich 2-3 Tropfen in einer pipette mit Wasser eingebe.1 mal tägl.
Zusätzlich von der Firma Selectavet Re-vet 8 Globuli gegen den Juckreiz und die Wunden.
Aber zuerst adventage oder anderes gegen Flöhe geben.Wirkt immer.Viel Erfolg

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