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Katze: Fettschwanz

Allgemeines

Weitere Bezeichnungen: Entzündung des Schwanz-Drüsen-Komplexes, stud-tail

An der Oberseite des Schwanzes, einige Zentimeter von der Schwanzbasis entfernt, besitzen alle Katzen eine so genannte Schwanzdrüse (Suprakaudalorgan). Sie besteht aus besonders großen und zahlreichen Talgdrüsen.

Ursachen

Bei einigen Katzen kommt es aus bisher unbekannter Ursache zu einer Entzündung dieser Talgdrüsen. Beide Geschlechter können erkranken, auch eine Kastration hat keinen Einfluss auf das Auftreten eines Fettschwanzes. Perserkatzen sind gehäuft von dieser Erkrankung betroffen.

Leitsymptom

  • fettiger Schwanzansatz

Symptome

Bei betroffenen Katzen ist der Schwanzansatz schmierig und verklebt. Auch Schuppen können vorliegen. Bei einigen Tieren kommt es zu leichtem Haarausfall. Dann ist die darunter liegende Entzündung deutlicher zu sehen. Betroffene Katzen lecken viel am Schwanzansatz und verursachen dadurch mit ihrer rauen Zunge kleine Hautverletzungen, an die sich Bakterien und Hautpilze anlagern können. Es entstehen so genannte Sekundärinfektionen.

Abb. HD5S2G9A
Abb. HD5S2G9A: Fettschwanz.
Bildung eines Fettschwanz an der Oberseite des Schwanzansatzes.

Diagnose

Das klinische Bild ist beim Fettschwanz sehr typisch. Zur endgültigen Diagnose sollte jedoch ein Hautgeschabsel oder eine Biopsie genommen werden, um einen Parasitenbefall oder eine Hautpilzerkrankung auszuschließen.

Behandlung

Durch eine tägliche Reinigung mit einer milden, desinfizierenden Seifenlösung können die Symptome meist schnell gemildert werden. Anschließend sollte der Bereich regelmäßig mit Alkohol betupft werden. Möglich ist auch das Einstäuben mit Kartoffelstärke, um das überschüssige Fett aufzusaugen und anschließend auszubürsten. Bei schweren Entzündungen der Talgdrüsen kommen Antibiotika über mehrere Wochen zum Einsatz.

Prognose

Leider tauchen die Veränderungen am Schwanzansatz häufig wiederholt auf, die Neigung zu Rezidiven ist sehr hoch.

Vorbeugung

Früher wurden betroffene Katzen meist kastriert. Nach heutigen Erkenntnissen scheint dies jedoch keinen Einfluss auf die Erkrankung zu nehmen.

Stand: 14.02.2013, © Copyright by www.enpevet.de
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