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Katze: Dauerrolligkeit

Allgemeines

Weitere Bezeichnungen: persistierender Östrus, Follikelpersistenz, Dauerraunze

Allgemeine Informationen zum weiblichen Sexualzyklus haben wir im Artikel Rolligkeit der Kätzin für Sie zusammengefasst.

Ursachen

Anders als beim Menschen und den meisten anderen Säugetieren erfolgt der Eisprung bei Katzen nicht zyklisch, sondern wird in den meisten Fällen durch die geschlechtliche Reizung beim Deckakt ausgelöst. Findet keine Bedeckung statt, bilden sich die Follikel am Eierstock normalerweise zurück und die Katze wird nach etwa zwei bis drei Wochen erneut rollig. Bleibt der Deckakt – und damit der Eisprung – jedoch wiederholt aus, verkürzt sich der Abstand zwischen den Rolligkeiten immer weiter, bis eine Katze irgendwann dauerrollig ist. Die Follikel können sich zwischendurch nicht mehr schnell genug zurückbilden, entwickeln sich zu so genannten Eierstockzysten und können tumorös entarten.

Bei freilaufenden Katzen kommt es eigentlich nie zu einer Dauerrolligkeit, da sich irgendwann ein deckwilliger Kater findet. Bei Wohnungskatzen tritt eine Dauerrolligkeit jedoch häufig auf und kann sehr anstrengend werden: für den Körper der Katze und die Nerven der Tierhalter.

Abb. HD4BNU0T
Abb. HD4BNU0T: Eierstockzyste.
Dieses Bild zeigt einen Eierstock mit Zyste, die sich durch schnell aufeinanderfolgende Rolligkeiten gebildet hat.

Leitsymptom

  • verlängerte Rolligkeit

Symptome

Man spricht von einer Dauerrolligkeit, wenn die typischen Symptome der Rolligkeit (miauen, wälzen, aufkrümmen) länger als sechs Tage andauern. Die Katzen sind sehr unruhig, fressen wenig und nehmen langfristig ab.

Diagnose

Durch die Beschreibungen der Katzenhalter kann sehr schnell die Verdachtsdiagnose Dauerrolligkeit gestellt werden. Um die Diagnose genau zu stellen – was bei Zuchtkatzen von großer Bedeutung sein kann – müssen wiederholte Blutuntersuchungen durchgeführt werden. Mit Hilfe von Ultraschall können die Vorgänge am Eierstock sichtbar gemacht werden.

Behandlung

Die einfachste Methode, eine Dauerrolligkeit zu beenden, ist eine Kastration der Katze. Auch eine hormonelle Rolligkeitsunterdrückung ist grundsätzlich möglich.

Stand: 13.10.2012, © Copyright by www.enpevet.de
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