petSpot
enpevetenpevita

Katze: Blutohr

Allgemeines

Weitere Bezeichnung: Othämatom

Als Blutohr (Othämatom) bezeichnet man einen Bluterguss zwischen Ohrknorpel und Haut. Meist befinden sich Othämatome an der Innenseite der Ohrmuschel.

Ursachen

Vermutlich entsteht ein Blutohr in den meisten Fällen durch Juckreiz oder Schmerzen, die die Katze zu heftigem Kopfschütteln oder Kratzen am Ohr veranlassen. Bei Katzen sind in etwa 3/4 der Fälle Ohrmilben an der Entstehung des Juckreizes beteiligt. Durch das Schlagen und Kratzen am Ohr platzen kleine Blutgefäße in der Ohrmuschel: Es kommt zu Einblutungen in den Hohlraum zwischen Ohrknorpel und Haut, die Ohrmuschel schwillt an. Beim Betasten des Ohres spürt man die polsterartige Flüssigkeitsfüllung. Aber auch hormonelle Ursachen werden unter Fachleuten diskutiert.

Leitsymptom

  • Schwellung am Ohr

Symptome

Ein Othämatom zeigt sich als eine Schwellung am Ohr. Beim Abtasten der Schwellung fühlt sich diese weich und flüssig an. Die meisten Othämatome sind für die Katze nicht schmerzhaft. Nur wenige Katzen reagieren empfindlich und dulden keine Berührung.

Abb. HD489RTC
Abb. HD489RTC: Blutohr (Othämatom).
Der weiße Pfeil deutet auf die kissenartige Schwellung durch den Bluterguss.

Diagnose

Die Diagnose eines Blutohrs ist einfach zu stellen. Dann gilt es herauszufinden, warum es zu dem Bluterguss kommen konnte. Eine genaue Untersuchung des Ohres mit einer Ohrlampe (Otoskop) ist dafür notwendig.

Behandlung

Ein Othämatom kann bei Katzen nur durch einen chirurgischen Eingriff behandelt werden. Die Haut über der Schwellung wird gespalten und das Blut entfernt. Anschließend werden Ohrknorpel und Haut so miteinander vernäht, dass sich kein neuer Zwischenraum zur Blutansammlung bilden kann. Nach dem Eingriff verhindert das konsequente Tragen eines Halskragens, dass die Katze sich erneut kratzt. Ursächlich existierende Ohrenentzündungen o.ä. müssen behandelt werden.

Abb. HD48JZ80
Abb. HD48JZ80: Chirurgische Behandlung eines Blutohrs.
Durch einen kleinen Hautschnitt wird das darunter liegende, hier bereits geronnene Blut entfernt.

Prognose

In den meisten Fällen verheilt ein Othämatom gut – zumindest wenn der Halskragen ausreichend lange getragen wird!

Vorbeugung

Kontrollieren Sie regelmäßig die Ohren Ihrer Katze, um Ohrmilben – die häufigste Ursache für die Bildung eines Blutohrs bei der Katze – rechtzeitig zu erkennen.

ACHTUNG

Othämatome sollten immer von einem Tierarzt behandelt werden. Bei fehlender Behandlung entwickelt sich aus dem Othämatom ein so genanntes „Blumenkohlohr“: Die Ohrmuschel zieht sich infolge Narbenbildung zusammen und verformt sich zu einem höckerigen Gebilde. Der Gehörgang wird durch ein Blumenkohlohr häufig eingeengt und begünstigt dadurch das erneute Entstehen von Ohrenentzündungen.

Stand: 13.02.2013, © Copyright by www.enpevet.de
Jetzt mitdiskutieren!
20.08.2016: Carmen
Hallo Ich habe einen Kater mit 2 halb Jahren--- Plötzlich hat Er ein Blutohr war bei Tierärtzten da gab es nur ein Antibotiker sonst nichts warum kommt so was hat die Katze Schmerzen
L.g Carmen aus Südtirol
20.08.2016: Carmen
Hallo Ich habe einen Kater mit 2 halb Jahren--- Plötzlich hat Er ein Blutohr war bei Tierärtzten da gab es nur ein Antibotiker sonst nichts warum kommt so was hat die Katze Schmerzen
L.g Carmen aus Südtirol

Das von der enpevet GmbH bereitgestellte Informationsangebot ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und ersetzt in keinem Falle eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen Tierarzt. Die Informationen dienen also der Ergänzung des Dialogs zwischen Tierhalter und Tierarzt, sie können den Tierarztbesuch in keinem Falle ersetzen. enpevet® fordert alle Benutzer, deren Tiere Gesundheitsproblemen haben dazu auf, im Bedarfsfall immer einen Tierarzt aufzusuchen. Wenn Sie bezüglich der Gesundheit Ihres Tieres Fragen haben, raten wir Ihnen, sich an den Tierarzt Ihres Vertrauens zu wenden, anstatt Behandlungen eigenständig zu beginnen, zu verändern oder abzusetzen. Der Inhalt von enpevet® kann und darf nicht für die Erstellung eigenständiger Diagnosen oder für die Auswahl und Anwendung von Behandlungsmethoden verwendet werden.