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Kaninchen: Zwangsfütterung

Weitere Bezeichnung: Päppeln

Ein Kaninchen muss ununterbochen Nahrung aufnehmen, um seine natürlichen Verdauungsvorgänge aufrechtzuerhalten. Dazu frisst ein gesundes Kaninchen über 100 Mahlzeiten am Tag – also eigentlich fast ununterbrochen.

Wird die Futteraufnahme unterbrochen, treten sehr schnell Verdauungsstörungen auf. Bereits nach 24 Stunden Fressunlust ist ein Kaninchen ein Notfallpatient!

Jede Verweigerung von Futter sollte daher immer als Alarmsignal gedeutet werden und einen sofortigen Besuch in der tierärztlichen Praxis zur Folge haben.

Kaninchen, die nicht selbstständig fressen, müssen mindestens 6–mal täglich zwangsernährt werden. Diese Zwangsfütterungen müssen tagsüber und auch nachts durchgeführt werden.

Eine Zwangsernährung kann entweder durch Fertigpräparate, die beim Tierarzt erhältlich sind, oder durch selbsthergestellte Mischungen erfolgen. Wichtig ist, dass das verabreichte Futter in etwa die Zusammensetzung besitzt, die das Kaninchen auch normalerweise frisst. Bei einer ausgewogenen, dem Bedarf von Kaninchen entsprechenden Fütterung, könnte ein Kaninchen mit folgender Mischung gepäppelt werden:

  • 1/3 gemahlenes Heu oder Heupellets
  • 1/3 feine Haferflocken
  • 1/3 Gemüsebrei oder Obstbrei für Kleinkinder (dieser Zusatz wird hauptsächlich zur Verbesserung des Geschmacks zugesetzt, er sollte 1/3 der Gesamtration wirklich nicht überschreiten).

Diese Zutaten werden mit Wasser vermischt, bis ein dünnflüssiger Brei entsteht.

Dieser Brei kann für bis zu 24 Stunden im Kühlschrank gelagert werden. Jede Einzelportion muss vor der Fütterung angewärmt werden.

Das Futter wird am besten in kleine (1ml) Einmalspritzen aufgezogen und den Kaninchen seitlich, zwischen Schneidezähnen und Backenzähnen, eingegeben. Die Fütterung sollte etwa 6–mal täglich mit 4 – 7ml Brei pro Kilogramm Körpergewicht durchgeführt werden. Ein Zwergkaninchen, das 500g wiegt, sollte also pro Fütterung 2 – 4ml Brei fressen. Im Anschluss an die Fütterung kann mit der Spritze etwas Wasser eingeben werden.

Zusätzlich sollte bei jeder Verdauungsstörung ein so genannter Darmschutz durchgeführt werden. Dieser hilft, die Darmflora stabil zu halten und fördert dadurch die schnelle Genesung. Auch Vitamine können – am besten nach Rücksprache mit dem behandelnden Tierarzt – zugesetzt werden.

Stand: 13.10.2012, © Copyright by www.enpevet.de
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