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Kaninchen: Wirbelsäulenverletzungen

Insbesondere in der Heimtierhaltung kommt es relativ häufig zu Verletzungen der Wirbelsäule und des Rückenmarks. Diese Traumata entstehen durch Abwehrbewegungen auf dem Arm, Stürze, Einklemmen in Türen, falsches Einfangen oder Tragen sowie aufgeregtes Herumspringen. Dabei kann es zu Verschiebungen, Verrenkungen oder sogar Brüchen der einzelnen Wirbelkörper kommen.

Abb. FZCFT7O0
Abb. FZCFT7O0: Schematische Darstellung eines Kaninchenskeletts.
Besonders die Wirbelsäule wird bei Stürzen häufig verletzt. Sie besteht aus Halswirbelsäule, Brustwirbelsäule, Lendenwirbelsäule, Schwanzwirbelsäule.

In den Wirbelkörpern läuft das Rückenmark, das sich im Verlauf der Wirbelsäule in Nerven verzweigt und alle Organe und Muskeln versorgt. Durch Veränderungen der Wirbelkörper wird das Rückenmark gequetscht. Je nach Ort dieser Einengung können die Organe und die Muskulatur nicht mehr ausreichend durch Nerven versorgt werden, es kommt zu Ausfallerscheinungen und Lähmungen.

Der Vorbericht sowie die Art der Ausfallerscheinungen und Lähmungen geben dem Tierarzt bereits wichtige Hinweise auf den Sitz der Verletzung. Eine genauere Diagnose erfolgt durch Röntgenuntersuchungen.

Je nach Ausmaß der Veränderungen kann ein Therapieversuch mit absoluter Käfigruhe und Versorgung mit Vitaminen und Kortison erfolgen. Bei deutlichen Veränderungen im Röntgenbild ist die Prognose jedoch sehr schlecht und es sollte eine Einschläferung erwogen werden.

Stand: 13.10.2012, © Copyright by www.enpevet.de
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