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Kaninchen: Spondylosen

Insbesondere bei guten Haltungsbedingungen können Kaninchen ein Alter von bis zu 12 Jahren erreichen. Ab einem Alter von etwa 6 Jahren können dann bei Kaninchen Verschleißerscheinungen der Gelenke beobachtet werden. Hiervon ist besonders die Wirbelsäule betroffen, es bilden sich Wirbelsäulenverknöcherungen (Spondylosen).

Bei einer Spondylose bilden sich knöcherne Zubildungen an der Unterseite der Wirbelkörper, die aufeinander zuwachsen und sogar Brücken zwischen den Wirbelkörpern bilden können. Durch diese Brückenbildungen kommt es zu einer Versteifung der Wirbelsäule. Die Beweglichkeit des Kaninchens nimmt ab.

Zusätzlich können Spondylosen auch Druck auf Nervenstränge auslösen, die das Rückenmark seitlich zwischen den Wirbelkörpern verlassen. Dadurch entstehen Schmerzen und nervale Ausfallerscheinungen in Form von Schwäche bis hin zur Lähmung der Hinterhand. Auch kann es zu Brüchen (Frakturen) der Spondylosen kommen, die sehr schmerzhaft sind.

Symptome von Wirbelsäulenverknöcherungen sind neben den Bewegungseinschränkungen die Rückbildung der Muskulatur. Die Kaninchen sehen abgemagert aus, besonders im hinteren Körperbereich.

Eine sichere Diagnose kann durch eine Röntgenuntersuchung gestellt werden.

Leider ist es nicht möglich, die entstandenen Zubildungen rückgängig zu machen. Ziel einer Behandlung ist daher, den Kaninchen Schmerzen zu nehmen und weitere Verknöcherungen zu vermeiden. Dazu werden schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente eingesetzt. Führen sie zu einer Verbesserung der Symptome, können sie auch dauerhaft verabreicht werden. In schwerwiegenden Fällen mit hochgradiger Bewegungseinschränkung sollte eine Einschläferung in Erwägung gezogen werden. Die Tiere liegen sich nämlich sehr schnell wund, und diese Liegestellen bieten Bakterien und vor allem Fliegenmaden eine optimale Angriffsfläche.

Stand: 13.10.2012, © Copyright by www.enpevet.de
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