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Kaninchen: Lungenabszess

Lungenabszesse sind eine häufige Spätfolge des Kaninchenschnupfen-Komplexes. Die an der Erkrankung beteiligten Bakterien kapseln sich im Lungengewebe ab und werden so von den Antibiotika-Gaben nicht abgetötet. Es entstehen mit Eiter gefüllte Hohlräume, die sich immer weiter vergrößern und das gesunde Lungengewebe verdrängen.

Dieser Vorgang kann völlig unbemerkt vonstatten gehen, vor allem wenn die akuten Symptome des Kaninchenschnupfens bereits abgeheilt sind. Erst wenn nur noch etwa 20% gesundes Lungengewebe erhalten sind, zeigen die Kaninchen plötzlich hochgradige Atemnot, Atemgeräusche, erhöhte Atemfrequenz, Flanken- oder sogar Maulatmung.

Mit Hilfe von Röntgenaufnahmen kann das Ausmaß der Lungenveränderungen sichtbar gemacht und die Diagnose gestellt werden.

Lediglich bei erst geringgradigen Veränderungen ist eine Therapie mit hochdosierten Antibiotika sinnvoll. Diese können die Abszesse zwar nicht rückgängig machen, wohl aber deren Ausdehnung verlangsamen. Bei hochgradigen Veränderungen, die mit akuter Atemnot einhergehen, sollte eine Einschläferung in Erwägung gezogen werden.

Stand: 13.10.2012, © Copyright by www.enpevet.de
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