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Kaninchen: Krallenverletzungen

Kaninchen besitzen am Vorderfuß fünf, am Hinterbein jeweils vier Krallen, die kontinuierlich wachsen und im Allgemeinen bei normaler Bewegung und beim Graben ausreichend abgenutzt werden. Zu weicher Untergrund oder unzureichende Bewegung können jedoch zu einem übermäßigen Krallenwachstum führen. Diese langen Krallen verhaken sich häufig im Käfig oder im Teppich und reißen bei den daraufhin folgenden Befreiungsversuchen aus. Die entstehende Wunde blutet meist stark und wird von den Tieren intensiv beleckt.

Abb. GBLTZOIX
Abb. GBLTZOIX: Deutlich zu lange Krallen.
Mit solchen Krallen bleiben die Kaninchen schnell hängen und können sich erhebliche Verletzungen zufügen. Neben dem Kürzen der Krallen sollten in diesem Fall auch die Haltungsbedingungen überprüft werden, also warum das Kaninchen seine Krallen nicht genügend abnutzen kann.

In den meisten Fällen heilt die Verletzung ohne tierärztliche Behandlung aus. In Einzelfällen entsteht jedoch eine so genannte Krallenbettentzündung, die eine Antibiose notwendig werden lässt. Die betroffene Zehe ist dann geschwollen, gerötet, warm und das Bein wird deutlich entlastet.

Abb. GK9JLV4J
Abb. GK9JLV4J: Ausgerissene Kralle.
Bei diesem Kaninchen ist eine Kralle komplett ausgerissen, so dass das Nagelbett freiliegt.

Es kann auch zu einer Fraktur der Zehe kommen, die sehr schmerzhaft ist. Die Kaninchen versuchen dann ebenfalls, das Bein möglichst wenig zu belasten. Vorbeugend sollten die Krallen regelmäßig kontrolliert und gegebenenfalls geschnitten werden (siehe Krallen schneiden).

Stand: 13.10.2012, © Copyright by www.enpevet.de
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