petSpot
enpevetenpevita

Kaninchen: Haarballen

Weitere Bezeichnungen: Bezoare, Haarverballungen

Kaninchen nehmen bei der Fellpflege immer auch einen Teil der Haare auf. Diese Haare werden im Normalfall problemlos mit dem Kot ausgeschieden. Beim halbjährlichen Fellwechsel kommt es jedoch häufig zu einer erhöhten Aufnahme von Fell. Diese Haare können in Magen oder Darm verklumpen und zu Verstopfungen führen oder Magenüberladungen begünstigen. Kaninchen, die über das Futter nicht ausreichend mit Rohfaser versorgt werden, fressen sogar absichtlich Haare und sind daher besonders gefährdet (siehe auch Fellfressen).

Erstes Anzeichen einer drohenden Erkrankung durch die Aufnahme großer Fellmengen ist das Ausscheiden so genannter Köttelketten. Der Kot liegt dann nicht mehr in einzelnen Ballen vor, sondern ist durch Fell miteinander verbunden.

Vorbeugend sollten Kaninchen im Fellwechsel (und langhaarige Kaninchen sogar ganzjährig) bei der Fellpflege unterstützt werden. Durch regelmäßiges Bürsten mit einer weichen Bürste kann die Ansammlung von Haaren im Darm vermindert werden. Langhaarige Kaninchen können auch regelmäßig geschoren werden. Auf jeden Fall sollte täglich die Analregion auf anhaftende Kotballen untersucht und diese gegebenenfalls herausgeschnitten werden, um Fliegenmadenbefall vorzubeugen.

Eine artgerechte Fütterung sowie ausreichende Bewegung können Verstopfungen grundsätzlich verhindern. Einige Kaninchenhalter haben auch gute Erfahrungen mit Futterzusätzen wie Öl, frischer Ananas oder speziellen Pasten während des Fellwechsels gemacht.

Stand: 13.10.2012, © Copyright by www.enpevet.de
Jetzt mitdiskutieren!
- Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert -

Das von der enpevet GmbH bereitgestellte Informationsangebot ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und ersetzt in keinem Falle eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen Tierarzt. Die Informationen dienen also der Ergänzung des Dialogs zwischen Tierhalter und Tierarzt, sie können den Tierarztbesuch in keinem Falle ersetzen. enpevet® fordert alle Benutzer, deren Tiere Gesundheitsproblemen haben dazu auf, im Bedarfsfall immer einen Tierarzt aufzusuchen. Wenn Sie bezüglich der Gesundheit Ihres Tieres Fragen haben, raten wir Ihnen, sich an den Tierarzt Ihres Vertrauens zu wenden, anstatt Behandlungen eigenständig zu beginnen, zu verändern oder abzusetzen. Der Inhalt von enpevet® kann und darf nicht für die Erstellung eigenständiger Diagnosen oder für die Auswahl und Anwendung von Behandlungsmethoden verwendet werden.