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Kaninchen: Geburt

Die Geburt von Jungtieren findet meist in der Nacht oder den frühen Morgenstunden statt und wird vom Tierhalter nur selten bemerkt. Die Jungtiere werden in regelmäßigem Abstand von nur wenigen Minuten geboren. Die Häsin frisst anschließend die Nachgeburt (Plazenta) und nagt die Nabelschnur bis auf wenige Zentimeter ab.

Die Geburt verläuft in den allermeisten Fällen problemlos. Nur in Ausnahmefällen ist ein Einschreiten notwendig. Für Laien ist es jedoch nur sehr schwer zu beurteilen, ob ein normaler Geburtsvorgang oder eine Geburtsstörung vorliegt. Daher sollte vor jedem Eingriff in das Geburtsgeschehen telefonisch tierärztlicher Rat eingeholt werden. Vorher sollten keinesfalls das Muttertier oder bereits geborene Jungtiere berührt werden.

Die Geburt muss außerdem in vollständiger Ruhe und Dunkelheit ablaufen. Jede Veränderung in der Umgebung bedeutet für die Häsin großen Stress und behindert den weiteren Geburtsablauf.

Geburtsstörungen seitens des Muttertieres

  • Wehenschwäche: Eine allgemeine Wehenschwäche kann bei einer großen Anzahl von Jungtieren, bei schlechtem Allgemeinzustand oder sehr fetten Häsinnen auftreten und zu einer Unterbrechung des Geburtsvorgangs führen.
  • Enger Geburtskanal: Werden Häsinnen zu früh oder von zu großen Rammlern gedeckt, ist der Geburtsweg im Verhältnis zur Größe der Jungtiere zu klein. Bei der Geburt bleiben die Jungtiere im Geburtskanal stecken.

Geburtsstörungen seitens der Jungtiere

  • Wurfgröße: Bei zahlenmäßig kleinen Würfen haben die vorhandenen Jungtiere in der Gebärmutter mehr Platz und werden relativ groß. Sie können im Geburtskanal stecken bleiben.
  • Lage der Jungtiere: Lageveränderungen der Jungtiere können zum Steckenbleiben im Geburtskanal und zum Stillstand des Geburtsvorgangs führen.

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Stand: 13.10.2012, © Copyright by www.enpevet.de
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