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Kaninchen: Fruchtbarkeit und Fortpflanzung

Kaninchen sind sehr fruchtbare Tiere. Diese Eigenschaft ist notwendig, um in der freien Wildbahn das Überleben einer Kaninchensippe zu gewährleisten, da viele natürliche Feinde wie Greifvögel, Füchse, Marder u.a. die Sippe regelmäßig verkleinern. In der heutigen Kaninchenhaltung sind die meisten Tiere zwar vor ihren Feinden gut geschützt, die Fortpflanzungsvorgänge sind aber weiterhin auf eine hohe Nachkommenschaft ausgelegt.

Der Eisprung weiblicher Kaninchen wird erst durch den Deckakt ausgelöst. Dies sichert in den meisten Fällen die erfolgreiche Befruchtung der Eizellen. In den Eierstöcken reifen die Eizellen in Follikeln. Anders als beim Menschen und den meisten anderen Säugetieren erfolgt der Eisprung nicht zyklisch, sondern wird in den meisten Fällen durch die geschlechtliche Reizung beim Deckakt ausgelöst. Diese so genannte induzierte Ovulation findet etwa 10 bis 12 Stunden nach dem Deckakt statt. In Ausnahmefällen kann ein Eisprung auch ohne Deckakt, beispielsweise durch das Bespringen anderer Häsinnen oder einen unfruchtbaren Rammler, aber auch durch großen Stress der Tiere ausgelöst werden. Dann entwickelt die Häsin eine Scheinträchtigkeit. Hinzu kommt, dass die weiblichen Tiere bereits einen Tag nach der Geburt wieder empfängnisbereit sind, also erneut gedeckt werden können.

Bei einer Tragzeit von etwa 30 Tagen und einer Wurfgröße von 1 – 12 Jungtieren kann ein Kaninchenpaar so innerhalb von zwei Monaten auf eine Sippe von bis zu 26 Tieren heranwachsen – ohne dass sich die Jungtiere miteinander gepaart hätten.

Da bereits viele Kaninchen in Tierheimen, Zoohandlungen und in Privathaushalten auf eine Vermittlung warten, ist eine Kastration männlicher und auch weiblicher Tiere dringend angeraten.

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Stand: 13.10.2012, © Copyright by www.enpevet.de
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