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Kaninchen: Erbkrankheiten

Weitere Bezeichnung: Heriditäre Erkrankungen

Erbkrankheiten können bereits bei der Geburt erkennbar sein oder sich beim Heranwachsen der Tiere entwickeln. Erbkrankheiten sind bei Kaninchen eher selten, da betroffene Tiere meist sehr schnell von der Zucht ausgeschlossen werden. Folgende Erbkrankheiten werden vereinzelt beobachtet:

  • Verkürzung des Ober- oder Unterkiefers: Eine Verkürzung des Ober- oder Unterkiefers führt zu einer beeinträchtigten Futteraufnahme, da die Zähne des Ober- oder Unterkiefers infolge fehlender Abnutzung unkontrolliert wachsen (siehe auch Zahnerkrankungen).
  • Linsentrübung (Grauer Star): Beim angeborenen Grauen Star sind eine oder beide Augenlinsen schon bei der Geburt sichtbar getrübt. Diese Trübung nimmt in den ersten Lebenswochen noch weiter zu. Zusätzlich tritt der Augapfel sichtbar vor. Die Trübung der Linse schränkt das Sehvermögen der Tiere bis hin zur Erblindung ein.
  • Epilepsie: Bei Jungtieren können im Alter von 8 Wochen in seltenen Fällen epileptiforme Anfälle beobachtet werden.
  • Haarlosigkeit: Haarlosigkeit wird gelegentlich bei einzelnen Jungtieren eines Wurfes beobachtet. Betroffene Tiere sterben meist in den ersten Lebenstagen.
  • Einstülpung der Augenlider (Entropium): Die nach innen eingerollten Augenlider verursachen durch die Wimpernhaare eine Reizung und Schädigung der Hornhaut. Zuerst tränt das Auge, später können sich Horn- und Bindehaut entzünden, der Ausfluss wird trüb und eitrig. Ohne chirurgischen Eingriff kann es zu vollständiger Erblindung kommen.
Stand: 13.10.2012, © Copyright by www.enpevet.de
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