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Kaninchen: Bindehautentzündung

Weitere Bezeichnungen: Konjunktivitis, Bindehautkatarrh

Eine Bindehautentzündung (Konjunktivitis) kann ein- oder beidseitig auftreten. Die Bindehaut ist gerötet und geschwollen. Das Auge tränt und juckt, betroffene Kaninchen wischen häufig mit der Pfote darüber. Häufig wird das Auge krampfhaft geschlossen gehalten. Bei bakterieller Beteiligung besteht oft eitriger Ausfluss.

Abb. FZCGH854
Abb. FZCGH854: Schematische Darstellung eines Auges mit Lage der Bindehäute.

Einseitige Konjunktividen entstehen durch Zugluft oder das Eindringen von Staub und Fremdkörpern. Auch Verletzungen bei Rangordnungskämpfen mit Partnertieren können zu einseitigen Bindehautentzündungen führen. Häufig liegt dann gleichzeitig eine Hornhautverletzung vor.

Beidseitige Bindehautentzündungen haben meist infektiöse Ursachen durch verschiedene Viren oder Bakterien. So beginnen beispielsweise Myxomatose oder Kaninchenschnupfen oft mit einer Bindehautentzündung. Beidseitige Bindehautentzündungen können jedoch auch durch schlechtes Stallklima entstehen. Sowohl Desinfektionsmittel als auch ein zu selten gereinigter Stall reizen die Bindehäute.

Abb. FZAXQN19
Abb. FZAXQN19: Bindehautentzündung (Konjunktivitis).
Hier besteht bereits eitriger Ausfluss, der auf eine bakterielle Infektion schließen lässt.

Eine reine Bindehautentzündung wird immer lokal mit antibakteriellen oder antiviralen Salben und Tropfen versorgt. Die Medikamente müssen mehrmals täglich ins Auge eingebracht werden. Sekret oder angetrocknete Krusten sollten vorher schonend mit einem weichen, sauberen und nicht fusselnden Tuch entfernt werden.

Abb. GGW6LWTJ
Abb. GGW6LWTJ: Eingabe von Augentropfen.
Bei der Eingabe von Augentropfen sollte der Kopf des Kaninchens leicht gedreht werden, damit senkrecht auf die Hornhaut getropft werden kann. Das Abstützen der Hand hilft, auch bei Abwehrbewegungen das Auge nicht mit der Augentropfenflasche zu berühren.

Tritt eine Bindehautentzündung als Symptom anderer Erkrankungen auf, erfolgt zwar auch eine lokale Behandlung des Auges, im Vordergrund steht jedoch die Behandlung des Grundleidens.

ACHTUNG

Niemals sollte Kamille ins Auge gebracht werden! Kamille besitzt mikroskopisch feine Härchen, die jedes Sieb und jeden Teebeutel durchdringen können und zu starker Reizung des Auges führen.

Stand: 13.10.2012, © Copyright by www.enpevet.de
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